Am Donnerstagabend, 2. Oktober 2025, kam es am Flughafen München zu erheblichen Störungen durch mehrere Drohnensichtungen. Erste Hinweise auf Drohnenaktivitäten im Umfeld des Airports gingen gegen 20:30 Uhr ein. Betroffen waren zunächst die Regionen Freising und Erding, später auch das Flughafengelände selbst.
Flugbetrieb vorsorglich eingestellt
Die Landespolizei leitete sofort umfangreiche Fahndungsmaßnahmen im Umfeld des Flughafens ein, während die Bundespolizei auf dem Gelände des Airports Überwachungsmaßnahmen durchführte. Gegen 21:05 Uhr wurden Drohnen am Flughafen-Zaun gemeldet, kurz nach 22:00 Uhr sogar direkt auf dem Gelände. Aus Sicherheitsgründen stellte die Deutsche Flugsicherung (DFS) den Flugbetrieb ab 22:18 Uhr schrittweise ein. Ab 22:35 Uhr waren schließlich beide Start- und Landebahnen gesperrt.
Die Sichtungen hielten bis Mitternacht an. In dieser Zeit kam es laut Flughafenbetreiber zu 17 Flugausfällen und 15 Umleitungen nach Stuttgart, Nürnberg, Wien und Frankfurt.
Versorgung der Passagiere
Der Flughafen München organisierte gemeinsam mit den Airlines kurzfristig die Versorgung der gestrandeten Passagiere. In den Terminals wurden Feldbetten, Decken, Getränke und Snacks bereitgestellt.
Zuständigkeiten bei Drohnensichtungen
Die Detektion und Abwehr von Drohnen an Verkehrsflughäfen obliegt mehreren Stellen: der Deutschen Flugsicherung (DFS), den Flughafenbetreibern, den Landesluftsicherheitsbehörden, der Bundespolizei sowie den Polizeien der Länder. Während die Landespolizei präventiv im Umfeld zuständig ist, übernimmt die Bundespolizei die Maßnahmen auf dem Flughafengelände. Die Ermittlungen im aktuellen Fall führt die Bayerische Polizei.
Ein Verursacher der Drohnenflüge konnte bislang nicht ermittelt werden. Aus einsatztaktischen Gründen geben die Sicherheitsbehörden derzeit keine weiteren Details zu den eingesetzten Systemen oder Vorgehensweisen bekannt.









