Am Memminger Bahnhof kam es am Montagabend, 30.09.2025 zu einem spektakulären Polizeieinsatz. Der EuroCity (EC) München–Zürich wurde komplett geräumt, nachdem sich ein junger Mann im Zug in einem psychischen Ausnahmezustand befand.
Laut Auskunft der Polizeieinsatzzentrale Kempten mussten alle Fahrgäste den Zug verlassen und auf die andere Seite der Bahnhofstraße treten. Mehrere Polizeibeamte in schwerer Schutzausrüstung, mit Helmen und unterstützt von einem Polizeihund, durchsuchten den Zug.
Die Beamten konnten den Verdächtigen sichern, ihn in Handschellen aus dem Zug führen und in polizeilichen Gewahrsam zur Polizeiinspektion Memmingen bringen. Nach rund 30 Minuten konnte der EuroCity seine Fahrt in Richtung Zürich fortsetzen.
Bereits im August 2024 hatte es in Memmingen einen ähnlichen Einsatz gegeben, als die Polizei einen Reisenden aus demselben Zug holen musste, weil bei ihm Waffen gesehen wurden.
+ POLIZEIMELDUNG 01.10.2025, 12.30 Uhr +
Am Dienstag, 30.09.2025 gegen 20:00 Uhr wurde die Polizeiinspektion Memmingen zum Bahnhof Memmingen gerufen, da ein Zugbegleiter Probleme mit einem randalierenden, männlichen Fahrgast im EC 96 von München nach Zürich mitgeteilt hatte. Aufgrund dessen war eine Streifenbesatzung bereits bei der Einfahrt des Zuges am Bahnsteig vor Ort. Die randalierende Person, die sich offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand befand, hatte sich in der Toilette des Zugabteils eingeschlossen, führte Selbstgespräche und hämmerte immer wieder wild auf die Einrichtung in der Toilette ein. Auf Ansprache der Beamten reagierte die Person verbal äußerst aggressiv und gab an mit einem Messer bewaffnet zu sein. Um die Sicherheit der anderen Fahrgäste nicht zu gefährden, wurde der Zug geräumt und der Zugverkehr im Bereich Memmingen vorrübergehend gesperrt. Zur Bewältigung der Lage verlegten weiter Einsatzkräfte, unter anderem der Einsatzzug Neu-Ulm und Kräfte der Bundespolizei nach Memmingen. Aufgrund des massiven Polizeiaufgebotes reagierte die Person dann letztlich doch auf die Ansprache der Beamten, öffnete die Toilettentüre und legte sein Messer ab. Bei dem Messer handelte es sich lediglich um ein Taschenmesser. Die Person ließ sich widerstandslos in Gewahrsam nehmen. Bei der anschließenden Kontrolle des 42-jährigen Serben konnten Utensilien, welche auf einen Betäubungsmittelkonsum hindeuten aufgefunden werden. Nachdem die Person auch ohne gültigen Fahrschein unterwegs war erwartet ihn auch eine Anzeige wegen Erschleichen von Leistungen. Glücklicherweise wurde bei dem Einsatz niemand verletzt. Aufgrund des Einsatzes war der Zugverkehr für etwa 30 Minuten komplett gesperrt.
Memmingen | Polizeieinsatz im EuroCity-Zug: Bewaffneter Slowake überwältig und festgenommen

























