Gefälschte Dokumente, Drogen und keine Fahrerlaubnis: Berufskraftfahrer auf A8 gestoppt

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Ein 33-jähriger Fahrer einer österreichischen Sattelzugmaschine wurde am Montagvormittag von einer Streife der Verkehrspolizei Günzburg an der Anschlussstelle Leipheim gestoppt – und lieferte den Beamten eine beunruhigende Bilanz.

Zunächst fiel das Fahrzeug durch eine gelöste Radabdeckung auf, die auf die Fahrbahn zu fallen drohte. Nachdem die Polizisten das Hindernis beseitigt hatten, hielten sie den Lkw an, um den Fahrer auf den Mangel hinzuweisen. Doch bei der Kontrolle offenbarte sich schnell ein ganz anderes Problem: Der Fahrer war seit 2023 ohne gültige Fahrerlaubnis in Deutschland unterwegs – und hatte dafür zwei totalgefälschte slowenische Führerscheine genutzt, die er bei früheren Kontrollen vorzeigte.

Doch damit nicht genug: Der Mann stand unter dem Einfluss von Kokain, was ein positiver Drogenschnelltest bestätigte. Zudem führte er eine geringe Menge des Betäubungsmittels mit sich. Eine sofort angeordnete Blutentnahme wurde durchgeführt.

Bei der weiteren Überprüfung stellte sich heraus, dass der Fahrer keine gültige Berufskraftfahrerqualifikation besitzt – eine gesetzliche Voraussetzung für Lkw-Fahrer im gewerblichen Verkehr. Zusätzlich war ihm ein Pkw von einem Bekannten überlassen worden, obwohl er keinen Führerschein hatte. Auch gegen den Fahrzeughalter wird nun wegen Ermächtigung zum Fahren ohne Fahrerlaubnis ermittelt.

Die Polizei leitete mehrere Strafverfahren ein, darunter wegen Urkundenfälschung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Besitz von Betäubungsmitteln sowie Verstößen gegen das Straßenverkehrsgesetz und die Berufskraftfahrerqualifikationsverordnung.

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