Bewaffneter Raubüberfall in Neu-Ulm sorgt für Großeinsatz der Polizei
Ein schwerer Raub mit Schusswaffen hat am Abend des 30. Juni 2025 die Martin-Luther-Straße im Neu-Ulmer Stadtteil Offenhausen erschüttert. Gegen 20:00 Uhr wurden zwei 19-jährige Männer in einem abgestellten Fahrzeug auf einer Wendeplatte von vier bewaffneten Tätern überfallen. Diese forderten unter Vorhalt von Schusswaffen die Herausgabe einer Bauchtasche.
Einer der beiden Opfer zückte daraufhin ebenfalls eine Pistole, woraufhin es zu einer Schussabgabe kam. Nach dem Angriff entrissen die Täter die Tasche und schlugen einen weiteren 19-Jährigen, der leicht verletzt zu Fuß flüchtete. Die Täter entkamen mit dem Pkw vom Tatort. Laut Ermittlungsstand handelte es sich bei den eingesetzten Waffen um Schreckschusswaffen mit Knallkartuschen.
Großeinsatz mit Spezialeinheiten – Drei Tatverdächtige in Haft
Die Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm übernahm umgehend die Ermittlungen unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Memmingen. Nach intensiver Spurenauswertung wurden am 29. Juli 2025 Durchsuchungsaktionen in Ulm und Neu-Ulm durchgeführt. Unterstützt von Spezialeinheiten aus Bayern und Baden-Württemberg sowie weiteren Polizeikräften wurden drei Tatverdächtige im Alter zwischen 20 und 22 Jahren festgenommen.
Bei den Einsätzen wurden unter anderem Softair-Pistolen, Datenträger und relevante Oberbekleidung sichergestellt. Die zuständige Ermittlungsrichterin erließ noch am selben Tag Untersuchungshaftbefehle für alle drei Männer. Sie wurden in Justizvollzugsanstalten der Region eingeliefert.
Ermittlungen zu viertem Täter dauern an
Im Fokus der Ermittlungen steht weiterhin die Identifizierung eines vierten, bislang unbekannten Täters. Zudem wird geprüft, ob es Zusammenhänge mit einem weiteren versuchten Raub am selben Abend gibt, bei dem laut Zeugen erneut Schusswaffen vorgezeigt wurden.
Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen können sich unter der Telefonnummer 0731/8013-0 bei der Kriminalpolizei Neu-Ulm melden.









