Bekannte Betrugsmasche erneut in Bellenberg aufgetreten
Ein 70-jähriger Mann ist am 30. Juli 2025 Opfer eines digitalen Betrugs geworden. Der Vorfall begann damit, dass sein Bildschirm plötzlich schwarz wurde, während er gerade eine E-Mail verfassen wollte. Kurz darauf erschien eine angebliche Hotline-Nummer des Betriebssystemherstellers auf dem Monitor – ein häufig genutztes Täuschungsmittel bei Tech-Support-Betrug.
In gutem Glauben wählte der Mann die angezeigte Nummer. Am anderen Ende meldete sich ein angeblich technischer Support-Mitarbeiter, der erklärte, auf dem Rechner befinde sich ein Virus.
Fernzugriff genutzt, um Bankdaten auszuspähen
Über eine vom Betriebssystem bekannte Fernwartungssoftware gewährte der 70-Jährige dem Anrufer den Zugriff auf seinen Computer. Dieser bediente daraufhin die Onlinebanking-Anwendung und behauptete, verdächtige Transaktionen entdeckt zu haben. Um das Vertrauen des Opfers zu gewinnen, gab der Betrüger vor, den Rechner wieder „gesäubert“ und gesichert zu haben.
Nach dem Gespräch bemerkte der Bellenberger schließlich, dass mehrere unberechtigte Abbuchungen von seinem Konto vorgenommen wurden. Die Gesamtsumme belief sich auf mehrere hundert Euro.
Konto gesperrt – Polizei ermittelt
Der Geschädigte ließ das Konto sofort über seine Bank sperren und erstattete Anzeige bei der Polizei Illertissen. Die Ermittlungen zur Herkunft des Anrufs und zur Identität des Täters laufen.
Polizei warnt eindringlich vor Tech-Support-Betrug
Die Polizei weist erneut darauf hin: Seriöse Unternehmen rufen nicht unaufgefordert an und platzieren keine Telefonnummern über Systemfenster. In keinem Fall sollte Fremden Fernzugriff auf den eigenen Rechner gewährt werden – auch dann nicht, wenn sie sich glaubhaft als Microsoft oder andere Anbieter ausgeben.








