Schwerer Bahnunfall an Bahnübergang bei Breitenbrunn im Unterallgäu

-

Am Mittwochmittag, dem 30. Juli 2025, kam es in der Nähe von Breitenbrunn im Unterallgäu zu einem schweren Bahnunfall. An einem unbeschrankten Bahnübergang kollidierte ein Pkw mit einer herannahenden Regionalbahn aus Richtung Mindelheim. Ersten Erkenntnissen zufolge wollte die Fahrerin den Übergang in westlicher Richtung überqueren, übersah dabei jedoch offenbar den Zug. Die Geschwindigkeit war an der Unglücksstelle auf 40 km/h beschildert.

Trotz sofort eingeleiteter Notbremsung durch den Triebfahrzeugführer konnte die Kollision nicht mehr verhindert werden. Der Zug erfasste das Heck des Fahrzeugs mit erheblicher Wucht, wodurch der Pkw massiv beschädigt wurde. Der 83-jährige Pkw-Lenker erlitt dabei schwere Verletzungen und wurde vor Ort vom Notarzt und Rettungsdienst medizinisch versorgt. Anschließend brachte man sie zur weiteren Behandlung in eine Klinik.

Ein im Fahrzeug mitfahrender Hund wurde durch den Aufprall ebenfalls verletzt. Das Tier wurde tierärztlich behandelt und anschließend in Obhut genommen. Glücklicherweise kamen die Insassen des Zuges, darunter der Zugführer, eine Zugbegleiterin sowie etwa zehn Fahrgäste, nach ersten Angaben unverletzt davon.

Neben der Polizei waren mehrere Feuerwehren aus Loppenhausen, Breitenbrunn und Pfaffenhausen im Einsatz, ebenso ein Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW) Krumbach/Schwaben. Die Unfallstelle wurde umfangreich gesichert und die Bahnstrecke vorübergehend gesperrt.

Die Bundespolizei hat gemeinsam mit der Landespolizei Bayern die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Es wird unter anderem geprüft, ob die Sichtverhältnisse, technische Faktoren oder menschliches Versagen zum Unfall führten. Ob der Bahnübergang künftig gesichert oder umgebaut wird, bleibt abzuwarten.

+ POLIZEIMELDUNG +

Heute gegen 11:55 Uhr kam es am nördlichen Bahnübergang in Breitenbrunn zu einem Verkehrsunfall mit Bahnbeteiligung. Ein 83-jähriger Pkw-Fahrer fuhr von der B16 kommend in Richtung Breitenbrunn. Am dortigen unbeschrankten Bahnübergang übersah er den, aus seiner Sicht von links kommenden Regionalzug und überfuhr die Gleise. Der Zug stieß gegen das Heck des Pkw, welches hierbei stark deformiert wurde. Der auf der eingleisigen Stecke von Mindelheim fahrende Zug war auf den Weg in Richtung Krumbach. Im Regionalzug befanden sich zehn Passagiere und der Zugführer. Im Zug wurde niemand verletzt, der 83-jährige Pkw-Führer wurde bei dem Unfall jedoch schwer verletzt und mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus verbracht. Die Passagiere wurden per Schienenersatzverkehr weiter in Richtung Krumbach befördert. Ein mit im Pkw befindlicher Hund wurde durch einen hinzugerufenen Tierarzt versorgt. Am Pkw entstand ein Totalschaden in Höhe von ca. 40.000 Euro, am Zug ein Schaden in Höhe von ca. 20.000 Euro. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eröffnet. Die Streckensperrung dauert zum momentanen Zeitpunkt noch an. Vor Ort waren Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Breitenbrunn, Pfaffenhausen und Kirchheim, sowie neben Landes- und Bundespolizei auch zwei Rettungswägen, ein Notarztfahrzeug, das THW und der Notfallmanager der Deutschen Bahn.

spot_img