Tragödie auf der Bahnstrecke Munderkingen–Riedlingen
Am Sonntagabend, dem 27. Juli 2025, ereignete sich bei Zell-Bechingen im Landkreis Biberach ein schweres Zugunglück. Zwei Waggons eines Regionalexpresses, der sich auf dem Weg nach Ulm befand, entgleisten gegen 18:10 Uhr auf der Bahnstrecke zwischen Riedlingen und Munderkingen. Laut Bundespolizei befanden sich rund 100 Fahrgäste im Zug.
Nach Angaben der Polizei (Stand 21.20 Uhr) kamen drei Menschen ums Leben, 34 weitere wurden verletzt, davon drei schwer. Die Unfallursache ist bislang unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Schwierige Bedingungen für Rettungskräfte
Die Unfallstelle liegt in einem bewaldeten, schwer zugänglichen Gebiet. Die Bergungs- und Rettungsmaßnahmen gestalten sich aufgrund der örtlichen Gegebenheiten äußerst schwierig. Das Technische Hilfswerk (THW), die Feuerwehr, das Rote Kreuz, die Johanniter, der Malteser-Hilfsdienst, sowie Polizei- und Katastrophenschutz-Einheiten aus Baden-Württemberg und Bayern sind im Einsatz.
Ein sogenannter „Massenanfall von Verletzten“ wurde gemeldet, was den Einsatz mehrerer Notärzte, Sanitäter und spezieller Transportkapazitäten, den Einsatz von Rettungshubschraubern erforderlich machte. Die Verletzten wurden auf umliegende Kliniken verteilt.
Sperrung der Strecke und Schienenersatzverkehr eingerichtet
Die Bahnstrecke zwischen Munderkingen und Riedlingen bleibt bis auf Weiteres vollständig gesperrt. Die Deutsche Bahn hat einen Schienenersatzverkehr organisiert, um den Personenverkehr notdürftig aufrechtzuerhalten.
Betreuungsstelle für Angehörige in Daugendorf
Für die Angehörigen der betroffenen Reisenden wurde im Bürgerzentrum Daugendorf eine Sammel- und Betreuungsstelle eingerichtet. Dort stehen psychosoziale Betreuer und Ansprechpartner zur Verfügung.
Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln
Die Bundespolizei Stuttgart, das Polizeipräsidium Ulm und die Staatsanwaltschaft haben einen gemeinsamen Führungsstab eingerichtet und führen die Ermittlungen zur Unfallursache. Ob ein technischer Defekt, menschliches Versagen oder ein anderer Auslöser vorliegt, ist derzeit noch nicht geklärt.
Die Behörden bitten die Bevölkerung, den Bereich weiträumig zu meiden, um die Arbeit der Einsatzkräfte nicht zu behindern.
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