Eine hochalpine Wanderung zum Wildgrat im Pitztal in Österreich hätte für einen jungen Deutschen beinahe dramatisch geendet. Der 19-Jährige startete am Mittwochmorgen, 09.07.2025, gegen 09:00 Uhr, alleine zu einer Tour auf den 2.971 Meter hohen Gipfel im Gemeindegebiet von Jerzens.
Anfangs folgte der Wanderer dem markierten alpinen Steig, der mit zunehmender Höhe jedoch zunehmend mit Neuschnee bedeckt war. Trotz der schwierigen Bedingungen setzte der Mann seine Tour fort und erreichte gegen 15:30 Uhr den Gipfel des Wildgrats. Zu diesem Zeitpunkt hatte dichter Nebel eingesetzt – ein sicherer Abstieg war für den unerfahrenen Bergsteiger nicht mehr möglich.
In einer kritischen Lage entschied sich der junge Mann für den Notruf. Die Bergrettung Jerzens wurde alarmiert und per Polizeihubschrauber „Libelle“ zur Nebelgrenze geflogen. Von dort aus stiegen die Einsatzkräfte zum Gipfel auf.
Am Wildgrat angekommen, fanden sie den 19-Jährigen stark unterkühlt vor. Bekleidet war er lediglich mit einer dünnen Jacke und kurzer Hose – für hochalpine Bedingungen völlig unzureichend. Dennoch hatte der Wanderer Glück im Unglück: Er blieb körperlich unverletzt.
Gemeinsam mit der Bergrettung stieg der Mann bis zur Nebelgrenze ab, wo er erneut vom Hubschrauber aufgenommen und ins Tal geflogen wurde.
Die Bergrettung Tirol warnt in diesem Zusammenhang erneut eindringlich vor dem Unterschätzen alpiner Gefahren – insbesondere bei wechselhaftem Wetter und mangelnder Ausrüstung.









