Nersingen – Straß | Größerer Polizeieinsatz nach Streit – Vermeintlicher Täter kommt freiwillig mit der Polizei mit

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Am späten Freitagnachmittag, 27.06.2025, kam es zu einem Streit zwischen einem 49-Jährigen und einem 40-Jährigen an der Wohnanschrift des 49-Jährigen in Straß. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll der 49-Jährige den 40-Jährigen mit einer Langwaffe bedroht haben. Der 40-Jährige verließ daraufhin die Örtlichkeit und verständigte über den Notruf 110 die Polizei.

Aufgrund der Mitteilung am Notruf wurden umgehend neun Streifenbesatzungen, darunter Kräfte der Polizeiinspektion Neu-Ulm, des Einsatzzuges Neu-Ulm sowie der Verkehrspolizeiinspektion Günzburg, zum Einsatzort geschickt. In sicherer Umgebung wurden auch ein Rettungsdienst-Team und ein Notarzt bereitgehalten, die jedoch unverrichteter Dinge nach dem Einsatz entlassen werden konnten. Eine akute Gefahr für Dritte oder die Bevölkerung bestand nicht. Vorsorglich wurde der Verkehr im Bereich der Einsatzörtlichkeit für die Dauer des Einsatzes umgeleitet, und weitere Absicherungsmaßnahmen wurden getroffen.

Im Verlauf des Einsatzes konnte der Einsatzleiter der Polizei telefonischen Kontakt mit dem 49-Jährigen herstellen. Der Mann verließ daraufhin nach dem Gespräch freiwillig, kooperativ und unbewaffnet sein Haus und ließ sich widerstandslos in Gewahrsam nehmen. Bei der Langwaffe handelte es sich um eine erlaubnisfreie Luftdruckwaffe, die optisch kaum von einer scharfen Schusswaffe zu unterscheiden ist.

Der 49-Jährige wurde auf freiwilliger Basis zur Polizeiinspektion Neu-Ulm gebracht und dort zum Vorfall vernommen. Nach Rücksprache mit der zuständigen Jour-Staatsanwaltschaft sowie nach Abschluss der polizeilichen Sofortmaßnahmen konnte der Mann wieder nach Hause gehen. Die Luftdruckwaffe wurde vor Ort sichergestellt.

Gegen den 49-Jährigen wurden Ermittlungen, unter anderem wegen Bedrohung, eingeleitet. Die Hintergründe und der genaue Verlauf des Streits sowie dessen strafrechtliche Relevanz müssen in weiterführenden Ermittlungen geklärt werden.

Der polizeiliche Einsatz vor Ort konnte nach etwa anderthalb Stunden beendet werden. Alle Verkehrsmaßnahmen und Sperrungen wurden aufgehoben. Zu relevanten Störungen aufgrund des Einsatzes kam es nicht.

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