A96 – Holzgünz | Volltrunken Unfallverursacht – zwei Schwerverletzte

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Am Samstagvormittag, 08.06.2024, kam es zu einem folgenschweren Verkehrsunfall auf der BAB A96, zwischen Holzgünz und Memmingen-Ost, bei dem ein 43-jähriger Pkw-Lenker nach mehreren Überholmanövern und unsicherer Fahrweise und dazu mit zu hoher Geschwindigkeit auf den rechten Fahrstreifen wechselte und hierbei die Geschwindigkeit des dort fahrenden Wohnanhängergespanns überschätzte. Aufgrund dessen lenkte er ruckartig wieder nach links und verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug. Im Schleudervorgang streifte er zuerst die Mittelbetongleitwand und schleuderte anschließend zwischen den rechts fahrenden Pkw mit Wohnanhänger. Er selbst wurde wieder gegen Betongleitwand gedrückt und kam nach ca. 100 Meter auf der Überholspur zum Stillstand. Das Wohnanhängergespann kam ebenfalls ins Schleudern und prallte zuerst mit dem hinteren rechten Bereich des Wohnwagens gegen die rechte Schutzplanke. Anschließend knickte das Gespann ein, sodass dies quer auf der Fahrbahn zum Stillstand kam. Der 43-jährige Fahrer konnte sich mit seiner Beifahrerin aus seinem totalbeschädigten Pkw befreien, trug aber schwere Verletzungen davon. Seine Beifahrerin wurde leicht verletzt. Die Insassen des Pkw-Gespanns wurden nicht verletzt, jedoch entstand Totalschaden an ihrem Gespann und sie mussten deshalb ihre gerade startende Urlaubsreise beenden.

Da von den eintreffenden Polizeibeamten bei dem 43-jährigen Memminger Unfallverursacher erheblicher Alkoholgeruch festgestellt wurde, wurde eine Blutentnahme angeordnet und ihm vor Ort sein Führerschein entnommen. Er muss mit einer empfindlichen Strafe rechnen. Zur Unfallaufnahme und Reinigungs- und Bergungsarbeiten musste die Autobahn in Richtung München für ca. 40 Minuten total gesperrt werden. Nur durch das Engagement der Feuerwehr Memmingen, welche mit 15 Personen und drei Fahrzeugen eingesetzt waren, konnte die Autobahn vorzeitig freigegeben werden, sodass viele Urlauber rechtzeitig zum Flughafen Memmingen kamen. Alle verunfallten Fahrzeuge wurden abgeschleppt und es entstand ein Sachschaden von insgesamt 55.000 Euro.