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Samstag. 28. Mai 2022 / 21

Neu-Ulm | Falsche Polizeibeamte erbeuten Bargeld – Schaden 20 000 Euro

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Einen fünfstelligen Eurobetrag übergab hob eine Frau von ihrem Konto ab und übergab das Geld an Betrüger. Für die Täter ein erfolgreicher Schockanruf.

Was ist passiert?

Am Mittwochnachmittag, 04.05.2022, bekam eine 68-Jährige den Telefonanruf eines vermeintlichen Polizeibeamten. Der falsche Polizeibeamte erzählte, dass ihr Sohn einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Um eine sofortige Untersuchungshaft für den Sohn abzuwenden, müsste unverzüglich eine Kaution in Höhe von 20.000 Euro bei einem Gericht einbezahlt werden. Zur Untermauerung der Lüge stöhnte danach der angebliche Sohn ins Telefon. Auch eine vermeintliche Rechtsanwältin des Sohnes bestätigte telefonisch die Angaben des falschen Polizeibeamten. Die 68-Jährige glaubte die fiese Lüge der Betrüger und hob 20.000 Euro bei ihrer Bank ab. Danach begab sie sich in die Nähe des Amtsgerichts Neu-Ulm und parkte dort. Die Täter sagten zu der 68-Jährigen, dass sie das Amtsgericht nicht betreten dürfe, da sie keinen aktuellen PCR-Test habe. Die Frau schöpfte daher keinen Verdacht, als ein Bote zum Parkplatz kam, um das Bargeld abzuholen. Einer der Täter, der sich als Bote ausgab, nahm dann die 20.000 Euro Bargeld von der 68-jährigen Frau in Empfang. Auf der Rückfahrt nach Hause kamen der 68-Jährigen jedoch erhebliche Zweifel und sie zeigte den Sachverhalt bei der Polizei an. Nach der Anzeigenaufnahme wurden die weiteren Ermittlungen von der Kriminalpolizei Neu-Ulm übernommen.

Kommt diese Betrugsmasche häufig vor?

Betrüger gaukeln ihren Opfern vor, Polizeibeamte zu sein, und letztlich machen sie den Angerufenen klar, aus bestimmten Gründen Geld von ihnen zu benötigen. Im Jahr 2021 waren die Täter im Landkreis Neu-Ulm damit dreimal erfolgreich und erbeuteten insgesamt einen sechsstelligen Eurobetrag. Im Jahr 2022 waren sie im Neu-Ulmer Bereich schon zweimal erfolgreich. Neben des oben geschilderten Falles machten die Betrüger Anfang April ebenfalls Beute eines fünfstelligen Geldbetrages.

Wie können Sie sich schützen?

  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge oder Wertgegenstände bitten. Seien Sie bei solchen Forderungen also misstrauisch und beenden Sie das Telefonat.
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus.
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