Fast ein Jahr nach dem Spatenstich ist beim Neubau des Feuerwehrhauses in Eisenburg das nächste wichtige Etappenziel erreicht worden: Beim Richtfest wurde der Baufortschritt nun gemeinsam mit zahlreichen Gästen gefeiert.
Oberbürgermeister Jan Rothenbacher zeigte sich bei seiner Begrüßung erfreut über den sichtbaren Fortschritt des Projekts. Schon jetzt sei zu erkennen, dass mit dem neuen Gebäude eine starke Grundlage für die Feuerwehr in Eisenburg geschaffen werde, die den Standort für die kommenden Jahrzehnte gut aufstelle.
Zahlreiche Gäste beim Richtfest in Eisenburg
Am Richtfest nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung, des Stadtrats, der beteiligten Firmen, des Eisenburger Bürgerausschusses sowie der Feuerwehren Memmingen und Eisenburg teil. Die Zimmermänner der Firma Zettler trugen den traditionellen Richtspruch auf dem eingeschossigen Gebäude vor.
Im Anschluss konnten sich die Gäste bei einem Rundgang selbst ein Bild von den entstehenden Räumlichkeiten im Rohbau machen.
Neubau mit 595 Quadratmetern Nutzfläche
Das Raumprogramm des neuen Feuerwehrhauses umfasst rund 595 Quadratmeter Nutzfläche. Geplant sind unter anderem:
- eine Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen
- Umkleide- und Waschräume mit Toiletten am Alarmeingang
- ein Schulungsraum
- ein abtrennbarer Jugendraum mit Foyer
- ein Büro
- eine Teeküche
- ein Lager
- weitere Nebenräume
- barrierefreie WC-Anlagen
Auch im Außenbereich sind wichtige Funktionsflächen vorgesehen. Dazu gehören Alarmplätze, eine Alarmausfahrt sowie ein Übungsplatz mit zusätzlichen Stellplätzen.
Ausbauarbeiten im Inneren bereits gestartet
Der Spatenstich für das Projekt war im April 2025 erfolgt. Seit Anfang 2026 laufen bereits die Ausbau- und Installationsarbeiten im Inneren des Gebäudes. Die Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses ist für Ende 2026 vorgesehen.
Nachhaltiger Holzbau aus dem Memminger Stadtwald
Besonderes Augenmerk liegt bei dem Projekt auf dem Thema Nachhaltigkeit. Das Gebäude wird in gedämmter Massivholzbauweise errichtet. Die gesamte Gebäudekonstruktion einschließlich der Fassade besteht aus heimischem, nachwachsendem und CO2-bindendem Holz aus dem Memminger Stadtwald, das regional verarbeitet wurde.
Photovoltaik, Gründach und Regenwassernutzung
Auch bei der Energieversorgung setzt das Projekt auf moderne und nachhaltige Lösungen. Eine Infrarotheizung in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage soll eine wirtschaftliche und nutzungsoptimierte Wärmeversorgung ermöglichen. Ein Stromspeicher soll zusätzlich den Eigenverbrauch erhöhen und den kostengünstigen Betrieb sichern.
Darüber hinaus wird das Feuerwehrhaus mit einem Gründach und weiteren Biodiversitätselementen ausgestattet. Die Außenanlagen sollen naturnah gestaltet werden. Für die Regenwasserrückhaltung ist eine Zisterne vorgesehen, die auch für Löschwasser genutzt werden kann.
Der vorhandene Baumbestand und der begrünte Erdwall bleiben größtenteils erhalten und werden durch weitere standortgerechte Neupflanzungen ergänzt.
Kosten bei rund 3,7 Millionen Euro
Die Gesamtkosten für den Neubau, die Außenanlagen und die Nebenkosten werden sich nach aktuellem Stand auf rund 3,7 Millionen Euro belaufen. Davon sollen voraussichtlich etwa 363.000 Euro durch Fördergelder gedeckt werden.









