Viele Blaulichter, viele Einsatzfahrzeuge – und zahlreiche Anrufe besorgter Bürger: Am Donnerstagabend, 23. Oktober 2025, fand am Flughafen Memmingen (Allgäu Airport) eine Großübung statt. Im südlichen Areal (V3) wurde die Kollision eines Kleinflugzeugs mit einem Shuttle-Bus simuliert. Das Flugzeug „brannte“, im Bus galten mehrere Personen als „verletzt“.
Nach Auslösung des „Roten Knopfs“ wurde der Flugbetrieb vorübergehend gesperrt: Landungen umgeleitet, Starts ausgesetzt. Die Flughafenfeuerwehr rückte innerhalb kürzester Zeit mit schweren Löschfahrzeugen an, während über die ILS Donau-Iller Rettungsdienst, die Feuerwehren Memmingerberg und Benningen sowie Polizeikräfte alarmiert wurden. Erste Lage: „Bus mit mehreren Verletzten, Kleinflugzeug brennt“. Die Zufahrten wurden durch die Polizei gesichert.
Rund um den Airport war ein großes Aufgebot an Einsatzfahrzeugen sichtbar – in Sozialen Medien und Messenger-Kanälen häuften sich parallel Nachfragen, was passiert sei. Hinweis der Redaktion: Eine kurzfristige Vorab-Information über die Krisenkommunikation von Flughafen, Polizei und Behörden hätte die Verunsicherung wahrscheinlich reduziert.
Einsatzablauf:
Die Feuerwehr rettete die „Verunfallten“ aus dem Gefahrenbereich. In einer Halle erfolgten Sichtung (Triage), Erstversorgung und die Verteilung auf Kliniken nach Verletzungskategorien. Die Flughafenfeuerwehr löschte den simulierten Brand der Kleinmaschine – ein Standardauftrag, der regelmäßig trainiert wird. Die Feuerwehren Memmingerberg und Benningen sicherten die Unglücksstelle und unterstützten im Ablauf. Im Hintergrund koordinierte der Krisenstab des Flughafens die Maßnahmen.
Mit der Übung erfüllt der Flughafen gesetzliche Vorgaben der Luftfahrt, die regelmäßige Einsatz- und Notfallübungen verlangen – mit dem Ziel, Abläufe zu prüfen, Schnittstellen zu stärken und die Versorgung vieler Verletzter unter Realbedingungen zu trainieren.










































