Extremwetter, Stromausfälle, Sabotage – die Bedrohungslage für unsere Infrastruktur nimmt stetig zu. Um die Bevölkerung bestmöglich darauf vorzubereiten, hat das Landratsamt Biberach die Informationskampagne „Krisenfest“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger zur Eigenvorsorge zu motivieren, Krisenbewusstsein zu fördern und konkrete Handlungshilfen für den Ernstfall zu geben.
Vorsorge auf allen Ebenen: Landratsamt, Kommunen und Bevölkerung ziehen an einem Strang
„Im Katastrophenfall ist Vorbereitung entscheidend – auf allen Ebenen: Behörden, Kommunen und jede einzelne Person“, betont Landrat Mario Glaser. Deshalb bündelt die Kampagne Maßnahmen in drei Kernbereichen: Informieren, Vorbereiten und Engagieren. Auf der Website www.biberach.de/krisenfest stellt das Landratsamt umfassende Ratgeber und Checklisten zur Verfügung, etwa zu Trinkwasservorräten, Stromausfallvorsorge oder Erste Hilfe. Ergänzt wird das Angebot durch einen mehrsprachigen Chatbot, einen Krisenvorbereitungstest sowie regelmäßige Informationen über Social Media, Flyer und Presse.
Notfallstruktur und Schutzmaterialien ausgebaut
Parallel zur Öffentlichkeitsarbeit intensiviert das Landratsamt auch die interne Krisenvorsorge. Der Verwaltungs- und Führungsstab wird regelmäßig geschult und mit der Alarmierungssoftware Divera 24/7 ausgestattet. Zudem existiert ein Katastrophenschutzlager, in dem unter anderem Feldbetten, Sandsäcke, Schutzausrüstung und Jodtabletten gelagert werden.
In Zusammenarbeit mit den Kommunen im Landkreis entstehen darüber hinaus Notfalltreffpunkte, an denen im Ernstfall Informationen, Hilfe und Kommunikation bereitgestellt werden – etwa, wenn Mobilfunk und Internet ausfallen.
Kommunale Zusammenarbeit: Musterausstattung und Workshops
Bereits 30 Kommunen im Landkreis verfügen über eine Musterausstattung für den Katastrophenfall, vier weitere haben Anträge gestellt. In Workshops werden Bürgermeister und lokale Entscheidungsträger für den Ernstfall geschult. Diese enge Kooperation soll sicherstellen, dass im Krisenfall alle Instanzen handlungsfähig bleiben.
Charlotte Ziller, Leiterin des Amts für Brand- und Katastrophenschutz und Kreisbrandmeisterin für den Landkreis, bringt es auf den Punkt:
„Wer sich selbst helfen kann, entlastet die Einsatzkräfte – und sorgt dafür, dass Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.“









