Zugunglück bei Riedlingen: Drei Tote und über 40 Verletzte – Erdrutsch als mutmaßliche Ursache

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Tragödie auf der Bahnstrecke Sigmaringen–Ulm

Am frühen Sonntagabend, dem 27. Juli 2025, kam es auf der Bahnstrecke zwischen Sigmaringen und Ulm zu einem schweren Zugunglück. Zwischen Riedlingen und Munderkingen entgleisten mehrere Waggons eines Regionalexpresses, der sich auf dem Weg nach Ulm befand.

Nach bisherigen Erkenntnissen kamen bei dem Unglück drei Menschen ums Leben, darunter der Lokführer, ein weiterer Mitarbeiter der Bahn sowie eine Fahrgästin. Zusätzlich wurden mindestens 41 Personen verletzt, darunter auch mehrere Schwerverletzte. Die Verletzten wurden zur Versorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Erdrutsch nach Starkregen als wahrscheinliche Ursache

Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass ein übergelaufener Abwasserschacht infolge starker Regenfälle einen Hangrutsch im Böschungsbereich zur Bahnstrecke ausgelöst haben könnte. Dieser Erdrutsch führte mutmaßlich zur Entgleisung des Zuges. Hinweise auf Fremdeinwirkung liegen derzeit nicht vor.

Die Bundespolizei Stuttgart und das Polizeipräsidium Ulm haben einen Führungsstab eingerichtet und koordinieren mit einem Großaufgebot die Einsatzmaßnahmen vor Ort.

Strecke und K7345 gesperrt – Schienenersatzverkehr eingerichtet

Die Bahnstrecke bleibt ebenso wie die Kreisstraße K7345 bis auf Weiteres gesperrt. Die Deutsche Bahn hat einen Schienenersatzverkehr eingerichtet, um den Zugverkehr teilweise aufrechtzuerhalten. Die Unfallstelle bleibt über Nacht großräumig abgesperrt, die Bergungs- und Aufräumarbeiten sollen am Folgetag beginnen.

Hotline für Angehörige

Die Polizei Ulm ist unter der Hinweisnummer 0731 / 188 1122 erreichbar. Notfallseelsorger stehen Betroffenen zur Seite.

Tragisches Zugunglück bei Riedlingen: Drei Tote, 50 Verletzte – Hangrutsch als mögliche Ursache

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