Krumbach/Mindelheim | Zweckverband beschließt Neubau der Integrierten Leitstelle (ILS) Donau-Iller in Krumbach

-

Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Donau-Iller (ZRF) hat am Montag, 7. Juli 2025, in Mindelheim einstimmig den Neubau des Betriebsgebäudes der Integrierten Leitstelle Donau-Iller beschlossen. Der neue Standort soll weiterhin in Krumbach/Schwaben entstehen. Eine zuvor durchgeführte Machbarkeitsstudie hatte ergeben, dass eine Sanierung und Erweiterung des bisherigen Gebäudes weder technisch noch wirtschaftlich vertretbar ist.

Die LILS Donau-Iller ist seit ihrer Inbetriebnahme 2011 im bestehenden Gebäude in Krumbach untergebracht. Aufgrund des kontinuierlichen Bevölkerungswachstums im Zuständigkeitsbereich und der damit verbundenen steigenden Anzahl an Notrufen stoßen die räumlichen Kapazitäten mittlerweile an ihre Grenzen. Neue Arbeitsplätze, die zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft notwendig wären, lassen sich im bisherigen Gebäude nicht mehr realisieren. Auch erhöhte Anforderungen an die Betriebssicherheit sprechen für einen Neubau.

Bis Ende des Jahres sollen erste konkrete Planungen für das Projekt vorgelegt werden. Die Investition wird sich voraussichtlich im zweistelligen Millionenbereich bewegen.

Ein weiterer wichtiger Beschluss betrifft die künftige Trägerschaft der Leitstelle: Ab dem Jahr 2027 wird die Integrierte Leitstelle Donau-Iller in Eigenregie durch den Zweckverband betrieben. Der bisherige Betreiber, das Bayerische Rote Kreuz (BRK), wird den Betrieb noch bis zum Auslaufen des Vertrags Ende 2026 weiterführen. Ein Betriebsübergang für die derzeitigen Mitarbeitenden ist vorgesehen. Mit dem Eigenbetrieb erhofft sich der Zweckverband mehr Flexibilität und direkten Einfluss auf die operative Steuerung der Leitstelle.

Der Leitstellenbereich Donau-Iller umfasst die Landkreise Günzburg, Neu-Ulm und Unterallgäu sowie die kreisfreie Stadt Memmingen. Rund 512.000 Menschen leben im Zuständigkeitsbereich. An insgesamt 14 Standorten sind tagsüber 18 Rettungswagen und nachts an 11 Standorten 13 Rettungswagen im Einsatz. Zudem stehen an acht Standorten rund um die Uhr Notarzteinsatzfahrzeuge zur Verfügung.

Verbandsvorsitzender des Zweckverbandes ist der Günzburger Landrat Dr. Hans Reichhart. Sein Stellvertreter ist der Unterallgäuer Landrat Alex Eder. Die Entscheidung zum Neubau sowie zur Umstellung auf den Eigenbetrieb stellt eine zukunftsweisende Weichenstellung für die Notfallversorgung in der Region Donau-Iller dar.

spot_img