Feuerwehrgesetz reformiert: Bayern passt Altersgrenze und Rahmenbedingungen an

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Ab dem 16. Juli 2025 gilt in Bayern ein novelliertes Feuerwehrgesetz – Mehr Unterstützung für Ehrenamtliche und verlängerte Altersgrenze im aktiven Dienst

München – Der Bayerische Landtag hat eine umfassende Reform des Bayerischen Feuerwehrgesetzes beschlossen. Die Novelle tritt am 16. Juli 2025 in Kraft und bringt wichtige Neuerungen für die rund 328.000 Feuerwehrmänner und -frauen im Freistaat mit sich – darunter insbesondere für die etwa 320.000 Ehrenamtlichen, die das Rückgrat des bayerischen Brandschutzes bilden.

Innenminister Joachim Herrmann begrüßt die Reform als wichtigen Schritt: „Wir haben mit dieser Novelle die Weichen für eine zukunftsfähige Feuerwehr gestellt. Die Rahmenbedingungen für den Feuerwehrdienst müssen laufend weiterentwickelt werden, um das enorme ehrenamtliche Engagement langfristig zu sichern.“

Zentraler Bestandteil der Reform ist die Anhebung der Altersgrenze für den aktiven Feuerwehrdienst. Statt wie bisher mit 65 endet dieser künftig mit dem gesetzlichen Renteneintrittsalter, das derzeit bei 67 Jahren liegt. Damit reagiert der Gesetzgeber auf die gestiegene Lebenserwartung und die verbesserte körperliche Leistungsfähigkeit vieler Menschen über 60. „Diese Anpassung ist ein realistischer und wichtiger Schritt“, so Herrmann.

Darüber hinaus beinhaltet die Gesetzesnovelle weitere praxisrelevante Änderungen: Künftig erhalten Ausbilder auf Standort- und Kreisebene eine Entschädigung für ihren Einsatz – ein deutliches Zeichen der Wertschätzung. Auch der Umgang mit sogenannten Fehlalarmen durch eCall-Notrufe wird neu geregelt. Zudem schafft das Gesetz eine klare datenschutzrechtliche Grundlage für Bildaufzeichnungen durch moderne Einsatzmittel wie Drohnen und Löschroboter.

Das Gesetzgebungsverfahren stieß auf breite Zustimmung. Alle beteiligten Ausschüsse votierten einstimmig und ohne Änderungswünsche für die Novelle – ein klares Zeichen für den breiten politischen Rückhalt.

Mit dem neuen Gesetz sendet Bayern ein starkes Signal an seine Feuerwehrkräfte: Wertschätzung, Unterstützung und moderne Rahmenbedingungen sind der Schlüssel zur Zukunft des ehrenamtlichen Engagements.

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