Vor fünf Jahren gab es eine solche Übung wie am Freitagnachmittag, 04.10.2024, im westlichen Unterallgäu, schon einmal. Viele der Teilnehmer von damals sind heute schon voll ausgebildete Einsatzkräfte, die ausrücken, wenn die 112 gerufen wird.
Die Übung beim Sägewerk Engel in Zell bei Bad Grönenbach war anspruchsvoll, mit einigen Herausforderungen, die von den jungen angehenden Einsatzkräften bewältigt werden mussten. Die Jugendfeuerwehren aus Zell, Bad Grönenbach, Woringen, Lautrach, Benningen, Memmingerberg und Memmingen, und auch die Junghelfer des THW Memmingen waren in die Übung eingebunden, ebenso unterstürzte der MHD.
Eine brennende Halle, verletzte Arbeiter, die vom Jugendrotkreuz gemimt wurden und der Aufbau einer Wasserversorgung – eine Herausforderung – für das THW hieß es, wir brauchen Licht und Manpower, wenn es dunkel wird.
Die jungen Einsatzkräfte arbeiten mit den gleichen Arbeitsgeräten wie ihre großen Vorbilder. Dabei sind sie wesentlich kleiner, gewichtsmäßig ein Drittel eines Erwachsenens, aber sie können und leisten es. Schaut man in die konzentrierten Augen der Kinder und Jugendlichen sieht man, dass sie für ihr Ehrenamt brennen. Sie waren bei der Übung voll bei der Sache und machen so manchen altem Hasen noch etwas vor, auch beim Tempo. Der Aufbau der Wasserversorgung stand nur in wenigen Minuten, die Handgriffe haben gesessen. Einige Mädchen schnappten sich das Spinboard, den Erste-Hilfe-Rucksack auf den Rücken und schauten nach den Verletzten. Mädchen und Jungs vom THW mussten schwere Kabeltrommeln von ihrem Fahrzeug zum Einsatzort verbringen, Stative zu zweit tragen, das war schon eine Belastung. Aber jeder Einzelne von ihnen war motiviert und zeigte vollen Einsatz für die Übung.
Die Jugendarbeit im Blaulichtwesen ist ein wichtiger Baustein, den es zu pflegen gilt. In diesem Altersabschnitt bringen wir sie zum Ehrenamt und zeigen ihnen, was Gemeinschaft erreichen kann, wie wichtig ein Miteinander ist, und dass andere Menschen sich auf sie irgendwann verlassen, wenn sie den Notruf 112 wählen.
In einigen Jahren sind es diese Kinder und Jugendliche, die wir am Einsatzort bei Unfällen und Bränden sehen werden, sie werden dann genauso konzentriert arbeiten und helfen.
Wir müssen uns bei den Menschen bedanken, die sich in der Jugendarbeit einsetzen und ihre Freizeit opfern. Sie sorgen dafür, dass die Kinder und Jugendliche so motiviert sind, wie wir sie am Freitagnachmittag beobachten durften.
Aus der Jugendarbeit kommen voll ausgebildete Einsatzkräfte in den Einsatzdienst, sie sind in der Regel sofort einsetzbar. Oftmals haben sie dann schon ihren Truppmann/-frau als Ausbildungsschritt erreicht und werden dann weiter gefördert, zum Atemschutzgeräteträger, Maschinisten usw.
Schaut man in die THW-Jugend von Memmingen, hört man es gibt eine Warteliste mit fünf/sechs Anwärtern, da die Jugendgruppe auf 20 Plätze begrenzt ist. Das sind doch tolle Nachrichten. Auch hier werden die Kinder und Jugendlichen geformt, sie lernen Erste-Hilfe, aber auch das ganze technische Know-How, dass das THW zu bieten hat.
Jeder der am Freitag bei der Übung dabei war, ging nach Hause und dachte sich RESPEKT vor diesen Knirpsen. Wenn sie in einigen ausrücken, braucht man sich keine Sorgen machen.
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