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Donnerstag. 01. Dezember 2022 / 48

Landkreis Biberach | Stahlbau Manz spendet Übungstüre für Feuerwehren

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Die Firma Stahlbau Manz aus Warthausen hat dem Kreisfeuerwehrverband Biberach eine Übungstüre im Wert von 7.500 Euro gespendet. Künftig können die Feuerwehren im Kreis mit ihr das schnelle, gewaltsame Öffnen unter Zeitdruck üben. Im Beisein von Landrat Mario Glaser und Kreisbrandmeisterin Charlotte Ziller übergab Michael Manz, Geschäftsführer der Firma Stahlbau Manz, die Tür nun an den Feuerwehrverband.

Immer neue technische Weiterentwicklungen und unklare Einsatzszenarien fordern Feuerwehrleute heraus. Gerade deshalb ist das Üben von unterschiedlichen Vorgehensweisen für den Feuerwehreinsatz so wichtig. Durch klare Abläufe können praktische Handlungskompetenzen an die Einsatzkräfte vermittelt werden. Wirksam sind in diesem Kontext Darstellungsmittel, um direkt das praktische Vorgehen zu üben.

Um schnell verschlossene Türen unter Zeitdruck gewaltsam öffnen zu können, wird mittlerweile deutschlandweit das „Halligan-Tool“, ein spezielles Hebel- und Brechwerkzeug, eingesetzt. Dieses wurde bereits 1948 von dem New Yorker Feuerwehrmann Hugh Halligan entwickelt. Den Feuerwehren im Landkreis Biberach fehlte jedoch bislang die Möglichkeit, dieses Werkzeug in Kombination mit einem Schlagwerkzeug zu testen und das Vorgehen zu üben. Klaus Gerster kam während seiner Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr München auf die Idee, auch im Landkreis Biberach eine Übungstür für Ausbildungs- und Übungszwecke einzusetzen. Mit einer Zeichnung ging er kurzerhand zur Firma Stahlbau Manz in Warthausen. Geschäftsführer Michael Manz fand die Idee so gut, dass er sich dazu entschied, die Tür zu konstruieren und dem Kreisfeuerwehrverband Biberach e.V. zu spenden. So steht sie nun allen Feuerwehren im Landkreis Biberach zur Verfügung.

„Es ist uns wichtig, die Einsatzkräfte bestmöglich für die immer neuen Gefahren im Einsatz zu sensibilisieren und zu schulen. Die Übungstür macht dies anschaulich und praktisch erfahrbar“, so Herbert Glutsch, Ausschussvorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands. Das ist auch Landrat Mario Glaser ein Anliegen: „Unsere Wehren im Kreis sollen auf unterschiedlichste Einsatzszenarien gut vorbereitet sein. Deswegen bin ich sehr froh über die tolle Arbeit des Kreisfeuerwehrverbands. Herrn Gerster und der Firma Manz bin ich sehr dankbar für die Konzeption und Realisierung dieser sehr sinnvollen Übungstür für die Wehren im Kreis.“

Die Übungstür kann durch eine variable Konstruktion einfach transportiert werden. So kann sie an vielen Standorten eingesetzt werden. Nach einer Multiplikatoren-Schulung sollen alle Feuerwehrleute im Landkreis über ein Lehrgangsformat geschult und weitergebildet werden.