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Montag. 18. Januar 2021 / 03

Bitkom fordert 10.000 zusätzliche IT-Ausbildungsplätze

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Vor dem Digitalgipfel der Bundesregierung am Montag schlägt der Präsident des IT-Branchenverbandes Bitkom, Achim Berg, Alarm: „Der fehlende IT-Nachwuchs ist ein riesiges Problem für die Gesamtwirtschaft. Wir hatten schon Ende 2019 124.000 offene Stellen. Das waren 40.000 mehr als 2018 – und es kann gut sein, dass wir in zwei Jahren die 200.000-Marke reißen“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe).

Berg fordert daher mehr IT-Lehrstellen: „Von größeren Unternehmen – mit IT-Abteilungen ab etwa zehn Mitarbeitern – kann man durchaus erwarten, dass sie mehr ausbilden. Da darf auch das Corona-Jahr keine Ausrede sein.“ Das Ziel müsse sein, „10.000 zusätzliche neue Ausbildungsplätze in den IT-Berufen zu schaffen“. Auch der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Friedrich Hubert Esser, appellierte: „Alle größeren Betriebe sind aufgerufen, auch in ihren IT-Abteilungen Azubis aufzunehmen.“ Bisher „läuft der Strukturwandel hin zur digitalen Wirtschaft der Ausbildung weit voraus – mit der Folge, dass viele Unternehmen nicht ausbilden, weil ihnen selbst die Ausbilder fehlen“, sagte Esser dem „Handelsblatt“. Aber wenn man nicht weit mehr Ressourcen in die Ausbildung stecke – und dafür eben auch die knappen IT-Spezialisten abstelle – bremse das die Wirtschaft insgesamt. Die bis vor Kurzem noch veralteten IT-Ausbildungsberufe wurden 2020 modernisiert. Fachinformatiker, der häufigste Lehrberuf, „lernen heute alle mit neuen Technologien wie etwa Virtual Reality oder Edge Computing, umzugehen“, sagte Berg. Es habe sich aber sicher noch nicht überall herumgesprochen, dass die fünf IT-Berufe „nun wirklich fit sind für die digitale Wirtschaft“, sagte unterdessen der BIBB-Präsident. Esser räumte zugleich ein, dass das staatliche System nun schnell auch die Fortbildungen in den IT-Berufen zum Berufsspezialisten, „Bachelor Professional“ und „Master Professional“ modernisieren muss. Das soll 2021 passieren, „dann wird es sicher auch hier mehr Interessenten geben – auch als Alternative zum Studium, das so viele abbrechen“.

Frau an einem Laptop, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frau an einem Laptop, über dts Nachrichtenagentur

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