Bildungsministerin Wanka will an Schreibschrift festhalten

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hat sich klar für die Beibehaltung der Schreibschrift auf den Lehrplänen deutscher Schulen ausgesprochen. „Bei uns gibt es Tendenzen, sie abzuschaffen, weil es auf den ersten Blick leichter wirkt, gleich Druckbuchstaben zu benutzen. Das wäre ein Fehler. Wir müssen die Schreibschrift retten!“, sagte Wanka der Zeitung „Bild am Sonntag“.

Zur Begründung sagte die Ministerin: „Es gibt Studien, die belegen: Wer Schreibschrift schreibt, schreibt bewusster. Schreibschrift fördert außerdem die Feinmotorik und das logische Denken.“ Und weiter: „Schreibschrift ist mehr als schönes Schreiben. Dabei werden Synapsen im Gehirn trainiert.“ Zwar räumte Wanka ein, dass sich manche Kulturtechniken überlebten: „Die Schreibschrift gehört aber nicht dazu.“ Auch eine deutliche Mehrheit von 83 Prozent der Deutschen will, dass Schüler auch weiterhin die Schreibschrift erlernen. Nur 13 Prozent sind der Meinung, Druckbuchstaben reichten aus. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für die Zeitung „Bild am Sonntag“. Bei den Jüngeren (14-29 Jahre) plädieren nur 59 Prozent für die Schreibschrift, 34 Prozent sind dagegen. Emnid befragte dazu am vergangenen Dienstag 501 Personen.

Johanna Wanka, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Johanna Wanka, über dts Nachrichtenagentur