2. Advent – Einladung zum Nachdenken und Mitmachen
Kindheitserinnerungen & Vorfreude
Der zweite Advent, nur noch wenige Tage bis Weihnachten: Früher blätterten wir stundenlang im Spielzeugkatalog, strichen, umkringelten, träumten – der Wunschzettel wuchs mit jeder Seite. Der Katalog ist verschwunden, der Spielzeugladen in der Kalchstraße Geschichte. Gesellschaft, Stadt und Menschen verändern sich. Schlechter? Nicht unbedingt – aber anders.
Was Wandel mit uns macht
Die Adventszeit ist ein guter Moment, ehrlich zu fragen: Welche Veränderungen gefallen mir? Mit welchen tue ich mich schwer? Und: Kann ich selbst etwas bewegen – oder brauche ich Mitstreiter, um demokratisch Mehrheiten zu gewinnen?
Nur zu schimpfen reicht nicht. Veränderung braucht Ideen, Vorschläge und den Mut, Konzepte weiterzudenken. Nicht alles wird sofort Applaus bekommen – doch ohne Ideen bewegt sich nichts.
Von Katalogen zu Klicks: Blasen statt Bastelei
Heute scrollen wir durch soziale Medien. Oft dominiert Empörung: „Betrogen, belogen, bereichert.“ Gefährlich wird es, wenn wir nur noch in einer Blase leben, nichts mehr hinterfragen und andere Perspektiven ausblenden. Dann steuern Algorithmen und anonyme Profile, was uns empört – statt dass wir selbst prüfen.
Demokratie ist eine Einladung
Unsere Demokratie lebt vom Mitmachen: zuhören, bewerten, miteinander reden – von Mensch zu Mensch, von Gesicht zu Gesicht. Transparenz und Bürgerbeteiligung sind heute greifbarer als früher: Sitzungsprotokolle, Beteiligungsformate, offene Diskussionen – Ergebnisse beharrlicher demokratischer Bewegungen. Jetzt ist der Moment, diese Einladung anzunehmen.
Veränderung begleiten – statt verteufeln
Wandel ist ständig: im Beruf, in Beziehungen, bei Kindern, Freundschaften, Umwelt, Wohnen und Geld. Nicht jede Veränderung ist gut – aber auch nicht jede schlecht. Wichtig ist, hinzuschauen, zu prüfen, zu beurteilen und Wege zu finden, damit unser Leben nicht aus der Bahn gerät.
Advent als Zeit des Gesprächs
Die kurzen Tage und langen Abende sind ideal, um innezuhalten: sprechen, zuhören, diskutieren – und verstehen.
Nutzen wir die Vorweihnachtszeit, um
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auf unser eigenes Leben zu schauen,
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Veränderungen bewusst wahrzunehmen,
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Wertvolles zu bewahren,
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und Neues mutig zu gestalten.








