Berkheim – Feuerwehrfrauen und -männer beim Geschicklichkeitsfahren – 44 Einsatzkräfte legen ihre Prüfung ab

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Foto: Pöppel

Den Schalter für Blaulicht und Martinshorn findet jeder im Feuerwehrfahrzeug, aber die oft tonnenschweren Einsatzfahrzeuge präzise in enge Gassen zu fahren, auf den Punkt genau zu stoppen oder auch zu wissen wie sich so ein Einsatzfahrzeug aufschaukeln kann, führt dann schon weiter. Aus diesem Grund gibt es bei den Feuerwehren in Baden-Württemberg eine Ausbildungsrichtlinie für den Einsatzfahrer (Richtlinie zur Durchführung der Geschicklichkeitsprüfung Maschinisten (Einsatzfahrer) der Feuerwehr in Baden-Württemberg). Am Samstag, 14.10.2017, war die Freiwillige Feuerwehr Berkheim für die Ausrichtung dieser Prüfung verantwortlich. Auf dem Gelände der Firma Max Wild in Illerbachen konnte von Kräften der Feuerwehr Berkheim, mit tatkräftiger Unterstützung der Jugendfeuerwehr, ein der Richtlinie entsprechender Parkour aufgebaut werden. Die einzelnen Stationen waren mit Schiedsrichtern aus dem Lkrs. Biberach/Riss besetzt, die die Prüfung überwachten. Die Einsatzfahrer nahmen mit ihren eigenen Einsatzfahrzeug aus der Ortsfeuerwehr an dem Gecshicklichkeitstest teil.

Vor Beginn des praktischen Teil im Parkour mussten die 44 Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehren auch einen schriftlichen Test absolvieren. Im praktischen Teil musste der Einsatzfahrer über drei hintereinander liegende Schlauchbrücken fahren, dabei schaukelt sich das Fahrzeug auf. Die nächste Station war dann eine Gasse, die nach den Fahrzeugabmessungen eingerichtet war. Der Fahrer hatte hier jeweils links und rechts 20 Zentimeter Abstand zu der Lattengasse, die er berührungsfrei durchfahren musste. Dann ging es im Rückwärtsgang eine Slalomstrecke mit Leitkegeln entlang, an deren Ende das Fahrzeug mit dem Heck an einem Gartenzaun stoppen musste. Von dort aus dann in die Cola-Flaschen-Gasse. Auch wieder rückwärts mussten die FahrerInnen ihr Fahrzeug durch die Gasse, ohne Berühung der Flaschen, buxieren. Was man nicht vergessen darf, auch die Zeit zählt bei der Prüfung ein Rolle, denn auch im Einsatzfall, unter Adrenalin, muss der Fahrer sein Einsatzfahrzeug beherrschen. Danach musste das Feuerwehrauto in zwei Zügen in eine enge Parklücke gestellt werden. Vom Parken ging es dann auch in Richtung Ziel. Dort musste der Fahrzeugführer das Löschfahrzeug auf den Punkt genau zum Anhalten bringen.

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Foto: Pöppel

Alle der 44 Teilnehmer, darunter auch mehrere Frauen, haben das Abzeichen für die bestandene Prüfung erhalten. Sie dürfen es nun an ihrer blauen Ausgehuniform tragen. Damit wurde ihr Einsatz im Ehrenamt und auch die zeitintensive Vorbereitungen in den Ortsfeuerwehren auf die Prüfung belohnt.

Folgende Feuerwehren nahmen teil: haslach (2), Spindelwang (5), Blaustein-Markbronn (1), Wain (4), Bernstadt (2), Ingerkingen (4), ZfP Bad Schussenried (2), Amstetten (7), Dettingen/Iller (2), Illerireden (3), Biberach/Riss (2), Erolzheim (1), Rot a.d. Rot (4), Warthausen (1), Laupheim (3).

Wir wünschen allen Einsatzfahrern eine unfallfreie Zeit und bringt Eure Mannschaft immer gesund nach Hause.