Bad Grönenbach | Tierschutzverstöße im Unterallgäu bei Milchbetrieben – Kommentar

Kommentar von Thomas Pöppel
2019-08-09_Unterallgaeu_Groenenach-Tal_Miclhbetrieb_Landwirtschaft_Tierschutz_Polizei_Durchsuchung_Poeppel_0005

Foto: Pöppel/Symbolbild

Das Tierwohl sollte für jeden Menschen an erser Stelle stehen. Tiere sind auch Lebewesen und gehören zum Menschen und zu unserem Leben dazu. Egal, ob es hier um Katzen, Hühner, Hunde oder eben Milchkühe geht. Momentan spricht jeder von den Tierschutzverletzungen in Bad Grönenbach, Lkrs. Unterallgäu, und den Großbauern, die nur auf Profit aus sind. Die Bilder die wir gesehen haben, waren alles andere als schön und sollten einfach erst gar nicht entstehen, bzw. es sollte einfach mit Tieren ordentlich umgegangen werden. Für die Einhaltung des Tierschutzes auf landwirtschaftlichen Anwesen sind die Verterinäre der Landratsämter verantwortlich. Bis die Videoaufnahmen aus einem Stall in Bad Grönenbach veröffentlich worden sind, durch die SOKO Tierschutz, war anscheinend auch für diese Behörde alles im grünen Bereich, zumindest haben Missstände die Öffentlichkeit nicht erreicht. Nun sind die Bilder da und die Behörden reagieren. Veterinäre sind tageweise in den Betrieben, Staatsanwälte stellen Unterlagen sicher und die Polizei unterstützt.

Die Tierschützer und Bürger sind entrüstet. Jeder hat noch etwas zur Geschichte beizutragen, so kommt es auch, dass üble Gerüchte entstehen. Wir scheren alle über einen Kamm, wir unterscheiden gar nicht mehr – wir schmeißen alles in einen Topf. In den landwirtschaftlichen Betrieben sind viele Frauen und Männer beschäftigt und leben mit ihren Familien von ihrem Lohn. Die Betreiberfamilien haben mit Herzblut diese Betriebe aufgebaut und geführt – sicherlich sie haben auch gutes Geld damit verdient. Wahrscheinlich ist bei der Größe das eine oder andere auch aus den Fugen geraten. Aber es hilft doch jetzt nicht hier auf Kinder, Eltern und Arbeiter zu schmipfen oder sie zu bedrohen. Das Kind ist schon in den Brunnen gefallen, Polizei und Staatsanwaltschaft haben begonnen aufzuarbeiten – die Vergangenheit. Das Ergebnis wird in einigen Monaten fest stehen, dann wird es wahrscheinlich einige gerichtliche Verfahren geben, wo RECHT gesprochen wird. Nicht wir teilinformierten Bürger oder Journalisten sprechen Recht, sondern Richter, sie werden richten. Sie werden feststellen war wer gemacht hat oder nicht und wer für was verantwortlich ist.

Nun ist es Zeit, neu durchzustarten – Tierschutz neu umzusetzen. Vielleicht finden die Betreiber der Großmilchbetriebe neue Wege, mit ihren Tieren umzugehen, sie vielleicht nicht nur als Milchmaschinen zu sehen, sondern als Tier. Man kann jetzt die Zeit nutzen und Änderungen umzusetzen. Aber auch wir als Beobachter, Kritiker und Besserwisser sollten den in die Kritik geraten Betrieben nun die Chance geben einen Neustart beginnen zu können. Vielleicht berichten wir in einigen Tagen oder Wochen schon, was sich geändert hat und können poistive Zeichen veröffentlichen. Ich bin auf jeden Fall bereit die Landwirte und Betreiber so zu unterstützen – fangt neu an, auch zum Tierwohl.