Bad Grönenbach – Feuerwehr und BRK zeigen die Arbeit des First-Responders der Öffentlichkeit

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Foto: Pöppel

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Grönenbach und das Bayerisches Rote Kreuz Kreisverband Memmingen/Unterallgäu haben am Samstag Nachmittag, 07.06.2014, die Bürgerinnen und Bürger aus Grönenbach und Umland ins Feuerwehrhaus eingeladen. Der Öffentlichkeit wurde das Gemeinschaftsprojekt „First-Responder“ oder „Helfer vor Ort“ vorgestellt. Die Besucher konnten sich über die Arbeit und Ausstattung von Feuerwehr und Bayerischen Roten Kreuz informieren, sie konnten den Bad Grönenbacher „First-Responder“ besichtigen und sich über die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer informieren.

Seit 2013 hat der First-Responder bereits 170 Einsätze abgearbeitet. Im Jahre 2013 wurden rund 5.112 Bereitschaftsstunden geleistet. Finanziert wird das Projekt durch Spenden und aus Mitteln des Feuerwehrvereins Bad Grönenbach und des Bayerischen Roten Kreuzes. Auch am Samstag konnten wieder zahlreiche passive Mitglieder geworben werden, die durch ihren Beitrag das Projekt unterstützen.

Anschaulich wurde die Arbeit des First-Responder-Teams an einem Fallbeispiel vorgeführt. In einer Wohnung in Bad Grönenbach bricht ein Mann zusammen. Die Ehefrau ruft über den Notruf 112 die Integrierte Leitstelle Donau-Iller und teilt mit, dass ihr Mann bewusstlos am Boden liegt. Noch während der Notrufer bestimmte Fragen an die Ehefrau stellt wird parallel der Notarzt, Rettungswagen und der First-Responder Bad Grönenbach alarmiert. Innerhalb zwei Minuten trifft der Grönenbacher Helfer vor Ort an der Wohnung des Patienten an, der Notarzt aus Ottobeuren aus Memmingen oder Ottobeuren und der Rettungswagen sind auf Anfahrt. Das Team um den First-Responder fängt umgehend mit der Herzdruckmassage an, versorgt den Patienten mit Sauerstoff und setzt einen AED ein. Es wird nun die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes professionell überbrückt und der Patient wird in dieser Zeit stabilisiert und wiederbelebt. Bis zum Eintreffen von Notarzt und Rettungswagen vergehen bis zu 12 Minuten in Bad Grönenbach. Für einen Patienten der einen Herz-Kreislauf-Stillstand hat, wäre dieses bahndlungsfreie Intervall tödlich.

 

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