Arbeitgeber und Gewerkschaften wollen Mindestlohn alle zwei Jahre anpassen

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Berlin – Gewerkschaften und Arbeitgeber haben sich auf einen gemeinsamen Vorschlag zur regelmäßigen Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns geeinigt: In einem Interview mit „Bild“ (Dienstagausgabe) sprachen sich BDA-Präsident Ingo Kramer und DGB-Chef Reiner Hoffmann für eine Anhebung alle zwei Jahre aus. „Erhöhungen des Mindestlohns sollen sich alle zwei Jahre nach den vergangenen Tarifsteigerungen richten“, sagte Kramer der „Bild“. Hierüber bestehe allerdings noch keine Einigkeit mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahes (SPD).

„Da müssen wir beide noch Überzeugungsarbeit leisten“, erklärte Kramer. Das Gesetz über den Mindestlohn sieht die Einrichtung einer Mindestlohnkommission mit Vertretern der Tarifparteien und der Bundesregierung vor. Hoffmann forderte in diesem Zusammenhang eine Debatte über die Qualität von Arbeit. „Wenn wir Produkte mit hoher Qualität wollen, müssen wir uns beim Konsum auch fragen, was uns die Arbeit dafür wert ist“, sagte Hoffmann der „Bild“: „Geiz ist alles andere als geil.“ Zuletzt hatte die Frisör-Kette Klier bekannt gegeben, wegen der Einführung des Mindestlohns die Preise anheben zu müssen.

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