Altlasten am Allgäu-Airport dürften keine Überraschung sein!?

Foto: Allgäu-Airport Memmingerberg

Foto: Allgäu-Airport Memmingerberg

In den vergangenen Tagen sickerte es durch. Das Wasserwirtschaftsamt Kempten (WWA) hat am Allgäu-Airport in Memmingerberg, Lkrs. Unterallgäu, vermutlich krebserregende Stoffe im Grundwasser festgestellt. Diese könnten die Trinkwasser-Versorgung in der Nachbargemeinde Ungerhausen gefährden, heißt es bei der Wasserbehörde.

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Foto: Pöppel

 

Foto: Pöppel

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Das Wasser der Gemeinde wird derzeit chemisch analysiert, bislang gibt es aber keine Auffälligkeiten. Bei den festgestellten Stoffen handelt es sich um per- und polyfluorierte Tenside, die im Löschschaum der Flughafenfeuerwehr der Bundeswehr enthalten war. „Die PFT gelangten dort ins Grundwasser, wo die Schäume bei Ausbildungen und Übungen in eigens dafür vorgesehene Becken eingeleitet worden waren“, berichtet Patrick Hübner vom Wasserwirtschaftsamt.

Das Grundwasser fließt am Allgäu-Airport in die Richtung der Trinkwasserversorgung der Gemeinde Ungerhausen. Das WWA kann bisher noch keine Angaben zur Entwicklung der Schadstofffahne machen.

Überaschend dürfte es aber für die Beteiligten nicht sein, dass es auf dem Allgäu-Airport in Memmingerberg, dem ehemaligen Militärflughafen, Altlasten gibt. Schaut man sich Projekte der Vergangenheit an wie den Militärflughafen Söllingen u.a., mussten hier immer wieder belastete Flächen saniert werden.

Wer wird die Kosten für die Sanierung der Altlasten auf dem Allgäu-Airport tragen müssen. Ist es der Bund, der den Bundeswehrstandort bis 2002 hier jahrzehnte lang betrieben hat und für die Verunreinigung verantwortlich ist, oder der Käufer des Areals, der Allgäu-Airport. Aufschluss darüber müssten die Kaufverträge zwischen Bund und Allgäu-Airport geben, wo auch das Thema „Altlasten und Sanierungskosten“ geklärt sein dürfte.