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Mittwoch. 12. Mai 2021 / 19

Altenstadt – Bergenstetten | Nachbarschaftsstreit – 77-Jähriger schießt mit Revolver auf Nachbarn

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UPDATE 09.02.2021 | Gegen den 77-jährigen Tatverdächtigen, der am Montag nach Schüssen auf seinen Nachbarn vorläufig festgenommen wurde, ist ein Unterbringungsbefehl ergangen.

Der Tatverdächtige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen am Dienstagnachmittag der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Memmingen vorgeführt. Diese erließ wegen des Verdachts des versuchten Totschlags einen Unterbringungsbefehl gegen den Mann, der daraufhin in eine Klinik eingeliefert wurde.

Der Gesundheitszustand des geschädigten 65-jährigen Mannes ist unverändert. Er ist schwer verletzt, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.

Derweil konzentrieren sich die Ermittlungen der Kripo Neu-Ulm auf die Hintergründe der Tat. Die Ermittler durchsuchten am Montag und Dienstag Fahrzeug und Anwesen des Tatverdächtigen. Zwischenzeitlich ist bekannt, dass der Tatverdächtige keine erforderliche Erlaubnis für die Tatwaffe besaß; die Herkunft der Waffe selbst ist derzeit noch unbekannt. Auch zu den weiteren Details der Tat dauern die Ermittlungen noch an.


Am Montagmittag, 08.02.2021, eskalierte offenbar ein schon länger andauernder Streit zwischen zwei Männern. Ein Mann schoss dabei mit einer Waffe auf seinen Nachbarn, dieser erlitt dadurch zwei Schussverletzungen. Es besteht nach derzeitigen Erkenntnissen keine Lebensgefahr.

Der 65-jährige Geschädigte meldete sich gegen 12:30 Uhr über den Notruf 110 bei der Einsatzzentrale der Polizei und gab an, dass sein Nachbar auf ihn geschossen habe und er nun verletzt sei. Die Schüsse fielen offenbar im Freien, im Hof eines Wohnanwesens des Ortsteils Bergenstetten bei Altenstadt, im Lkrs. Neu-Ulm.

Noch vor dem Eintreffen der ersten Streifenbesatzungen flüchtete der 77-jährige Tatverdächtige mit einem Fahrzeug vom Tatort. Die Polizeibeamten leiteten unverzüglich eine Fahndung nach dem Fahrzeug ein.
Beamte der Polizeiinspektion Illertissen stellten das Fahrzeug etwa zwei Kilometer vom Tatort entfernt fest und hielten es an. Im Fahrzeug befanden sich der 77-Jährige sowie die vermeintliche Tatwaffe, ein Revolver. Die Beamten nahmen den Mann noch vor Ort vorläufig fest. Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung.

Der Geschädigte wurde mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen, Schussverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Es ist derzeit nicht bekannt, ob sich der Tatverdächtige berechtigt im Besitz der Schusswaffe befand. Auch die weiteren Hintergründe der Tat und die Vorbeziehung beider Männer zueinander sind derzeit noch nicht bekannt und Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Am Einsatz waren etwa dreißig Beamte der Polizeiinspektion Illertissen, der Operativen Ergänzungsdienste (OED) Neu-Ulm, der Kriminalpolizei Neu-Ulm sowie benachbarter Polizeidienststellen beteiligt.

Die Beamten der Kriminalpolizei Neu-Ulm nahmen noch am Nachmittag die Ermittlungen auf. Sie gehen nach den ersten Ermittlungen und nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft in Memmingen von einem versuchten Tötungsdelikt zum Nachteil des Geschädigten aus.

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