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Dienstag. 22. September 2020 / 39

Aktion Gelbes Band – Der Landkreis Biberach rettet Lebensmittel!

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Mit der Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel!“, vom 22. bis 29. September 2020, ruft der Landkreis Obstbaumbesitzerinnen und Obstbaumbesitzer dazu auf, ihre Bäume mit einem gelben Band zu markieren. Damit bringt die Besitzerin oder der Besitzer des Baumes zum Ausdruck, dass das Obst von jedermann kostenlos geerntet werden darf.

Die Obsternte 2020 wird eine Rekordernte. Im Landkreis hängen die meisten Obstbäume brechend voll mit Früchten. Äpfel, Birnen und Zwetschgen sind dieses Jahr, bedingt durch den warmen und nicht zu trockenen Sommer, die letzten Wochen gereift und sind zur Ernte bereit. Doch oft kann beobachtet werden, dass das Obst bei einigen Bäumen nicht geerntet wird und am Boden faulend vergammelt. Die Gründe sind vielseitig dafür: keine Zeit, die Obstbaumbesitzerinnen oder Obstbaumbesitzer sind zu alt, es ist zu viel Obst oder es sind doch sowieso „nur“ Straßenbäume, die keinem zu gehören scheinen.

Es muss nicht immer ein „Bio-Apfel“ sein

Es muss nicht immer ein „Bio-Apfel“ aus anderen Ländern sein. Obst wächst direkt vor der Haustür. Ungespritzt und ungedüngt hat es keine langen Transportwege hinter sich. Besser geht es nicht, da dies eigentlich biologisch und CO2-neutral ist. Und zu schade um einfach nur am Boden zu verfaulen.

Teilnahme an der Aktion „Gelbes Band“

Alle Interessierte können also daran teilnehmen, indem sie ihre Bäume und Sträucher mit überschüssigem Obst, farblich mit einem Gelben Band markieren. So können Interessierte, auch ohne vorherige Rücksprache, diese Bäume und Sträucher abernten. Nicht nur Kommunen, nein auch nur private Streuobstwiesenbesitzerinnen und Streuobstwiesenbesitzer sind dazu aufgerufen, um mit dem „Gelben Band“ eine generelle Freigabe zu signalisieren.

Respektiert werden sollte jedoch, dass nicht eigens mit dem Gelben Band ausgewiesene, kommunale Straßenbäume, nicht einfach selbst beerntet werden dürfen, das ist strafbar. Es genügt meist ein Anruf bei der Gemeinde oder beim Bauhof, um sich dafür die Erlaubnis einzuholen.

So hofft der Landkreis auf rege Beteiligung der Kommunen sowie der Bürgerinnen und Bürger bei dieser Aktion, damit das überschüssige Obst genutzt und nicht einfach nur zum Abfall wird.

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