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Freitag. 30. Oktober 2020 / 44

A8 – Leipheim | Gefahr durch unsicher fahrenden Pkw – mit 30 km/h auf der Autobahn unterwegs

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Ursache für einen circa sechs Kilometer langen Stau am Samstagvormittag, 03.10.2020, war ein sehr langsam und unsicher fahrender Pkw.

Das Fahrzeug wurde durch wachsame Verkehrsteilnehmer bereits im Bereich Elchingen auf der BAB A8 in Richtung München fahrend beobachtet und der Polizei über Notruf 110 mitgeteilt. Auch eine zufällig in der Gegenrichtung stehende Polizeistreife der Autobahnpolizeistation Günzburg wurde auf die Situation aufmerksam und nahm zeitgleich die Verfolgung auf.

Zwischenzeitlich sicherten mehrere Verkehrsteilnehmer den unsicher fahrenden Pkw nach vorn und hinten mit Warnblinkanlage ab und machten so auf die Gefahrensituation aufmerksam. Kurz vor dem Autobahnkreuz Ulm/Elchingen konnte die Streife schließlich zu dem unsicher fahrenden Pkw aufschließen, nachdem sie sich durch den bereits gebildeten Stau nach vorn gearbeitet hatte. Hier zeigte sich wieder einmal wie wichtig, im Falle eines Staus, eine gut gebildete Rettungsgasse ist. Alsbald stellte sich heraus, dass der 48 -jährige Fahrzeugführer nicht gewillt war den polizeilichen Anweisungen zu folgen. Jeglicher Versuch, ob mittels Signalgeber auf dem Dach des Streifenfahrzeuges, Signalhorn oder durch Zeichengabe durch die beiden Polizeibeamten aus dem Fahrzeug heraus, schlug fehl. Der Fahrer des langsamen Pkw wollte nicht anhalten und fuhr mehrere Kilometer weiter mit ca. 30 km/h in Richtung München.

Zwischen Leipheim und Günzburg hielt der Pkw schlussendlich auf dem rechten Fahrstreifen an, während sich hinter ihm der Stau weiter aufbaute. In dieser bis dahin unklaren Lage musste der Verkehr durch die Polizei komplett gesperrt werden, um eine Gefährdung von Personen auf der Fahrbahn auszuschließen. Die Kontaktaufnahme mit dem Fahrer des stehenden Pkw gestaltete sich zunächst schwierig, da der Mann sich in seinem Fahrzeug eingeschlossen hatte. Er weigerte sich die Tür zu öffnen und auch die Scheibe wollte er nicht herunter lassen. Der Versuch über ein Mobiltelefon Kontakt herzustellen scheiterte ebenso. Und so blieb nur noch die Möglichkeit durch Schreiben kleiner Mitteilungen auf Papier zu kommunizieren. Trotzdem war der Mann, welcher sich scheinbar in einem psychischen Ausnahmezustand befand, nicht dazu zu bewegen die Fahrbahn frei zu machen oder die Tür seines Fahrzeuges zu öffnen. Stattdessen zeigte er den Polizeibeamten zwei sogenannte Einhandmesser die er griffbereit vor sich auf das Armaturenbrett legte. Um die Situation nicht eskalieren zu lassen, mussten die Polizeibeamten schließlich die Seitenscheibe des Fahrers einschlagen, um den Mann aus seinem Fahrzeug zu befördern. Dabei leistete dieser, wider Erwarten, keinen Widerstand und ließ sich festnehmen.

Aufgrund seines auffälligen Verhaltens wurde bei dem Mann ein Drogentest durchgeführt. Daraufhin erhärtete sich der Verdacht einer Beeinflussung durch bislang unbekannte Substanzen. Wegen Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs und anderer Delikte wurde gegen den Mann ein Strafverfahren eingeleitet.

Zeugen, die zu oben angeführten Sachverhalt sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, sich mit der Autobahnpolizeistation Günzburg in Verbindung zu setzen. Dies gilt insbesondere für Zeugen, welche durch die Fahrweise des Mannes gefährdet wurden.

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