A7 – Sulzberg | Wenn ein Waschhaus auf Reisen geht…

Symbolbild/Foto: Zwiebler

Am Mittwochvormittag, 23.10.2019, wurde der Polizei mitgeteilt, dass auf der BAB A7 in Fahrtrichtung Füssen verlorene Ziegel liegen. Einige Kilometer weiter wurde daraufhin ein Lkw mit Tieflader festgestellt, auf dessen Ladefläche zwei gemauerte Ziegelhäuser standen, welche allerdings beschädigt waren. Nun stellte sich heraus, dass eine Baufirma aus dem Raum Kaufbeuren, auf ihrem Firmengelände zwei Waschhäuschen auf Betonplatten mauerte, um diese dann mit einem Tieflader zu einem Campingplatz bei Oy-Mittelberg zu transportieren. Da jedoch eine Ladungssicherung an gemauerten Häusern faktisch nicht möglich ist, begannen die beiden Häuser sich aufgrund der Vibrationen zu zerlegen, weshalb die Ziegel auf die Autobahn fielen. Nach Feststellung durch die Polizei wurde der ungewöhnliche Transport in Schrittgeschwindigkeit zum nächsten Parkplatz eskortiert. Dort wurde bei einer Verwiegung festgestellt, dass der Transport auch noch mit 43.500 kg um fast zehn Prozent überladen war.
Da ein sicherer Weitertransport nicht möglich, der Transport zu schwer und die beiden Waschhäuschen schon nachhaltig beschädigt waren, wurde von der Polizei die Weiterfahrt untersagt und ein Abriss angeordnet. Beide Gebäude werden nun auf dem Tieflader, welcher auf dem Parkplatz steht, abgerissen. Sowohl der 46-jährige Fahrer als auch der Verantwortliche der Baufirma bekommen eine Anzeige. Auch werden die Kosten für den illegalen Schwertransport abgeschöpft und die Einsatzkosten werden der Baufirma in Rechnung gestellt.