A7 – Rottachtal-Ost | Polizei kontrolliert den Verkehr im Rahmen der Aktion „#WirZeigenEinsatz“

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Foto: Pöppel

Kurz vor 18 Uhr am Dienstagabend, 14.10.2019, startete die Kontrollaktion der Polizei auf der BAB A7 im Allgäu. Zum Parkplatz Rottachtal-Ost wurde von der Autobahnmeisterei ein Verkehrstrichter eingerichtet, sprich der zweispurige Verkehr wurde von zwei auf eine Richtungsfahrbahn begrenzt und das Tempo gedrosselt. Alle Fahrzeuge, die in Richtung Norden wollten, mussten über denParkplatz fahren und wurden auch kontrolliert, teilweise natürlich nur einer Sichtkontrolle. Während des Berufsverkehrs zwischen 18.00 und 19.00 Uhr kam es zu einem erheblichen Rückstau, den die Polizei so gering wie möglich zu halten, in dem sie das Kontrolltempo erhöhte. Trotzdem mussten die Autofahrer rund 20 Minuten mehr Zeit mitbringen, aber es geht ja auch um ihre Sicherheit.

Kontrolliert wurde so ziemlich alles, was die Polizei kontrollieren kann und darf. Ausweisdokumente, Führerschein, Zulassungspapiere der Fahrzeuge, die Ladungssicherheit und die Zustand des Verkehrsmittels. Auch Dorgentest wurden immer wieder durchgeführt. Manche der Fahrzeugführer mussten auch mit zur Blutentnahme nach Kempten.

Das Technische Hilfswerk (THW) Füssen unterstützte die Beamten und leuchtete den Parkplatz aus.

Hierbei wurden zahlreiche Verstöße festgestellt. Unter anderem endete dort für drei Verkehrsteilnehmer die Fahrt, da bei ihnen drogentypische Auffälligkeiten bzw. Alkoholgeruch festgestellt werden konnte. Bei einem der Fahrer, der offensichtlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, konnte zudem eine geringe Menge an Marihuana aufgefunden werden. Ebenso stellte sich bei der Überprüfung des Führerscheins eines 22-Jährigen aus Bangladesch heraus, dass es sich um eine Totalfälschung handelte. Bei einem weiteren Verkehrsteilnehmer fanden die Beamten in der Fahrertüre ein zugriffsbereites Einhandmesser auf. Des Weiteren ergaben sich bei einem 43-jährigen Fahrer eines Sattelzuges konkrete Hinweise auf die widerrechtliche Benutzung einer fremden Fahrerkarte. Dies hatte zur Folge, dass der Fahrer aus Griechenland die noch ausstehende Wochenruhezeit einbringen musste und zudem eine Sicherheitsleistung in Höhe von 2.500 Euro erhoben wurde. Ebenso kontrollierten die Beamten einen 23-jährigen ukrainischen Staatsangehörigen, der kein gültiges Visum für das Bundesgebiet vorweisen konnte. Bei zwei Kleintransportern mit jeweils ukrainischen Fahrern wurde festgestellt, dass sie eine gewerbliche Fahrt durchführten, ohne die dafür erforderliche ausländerrechtliche Genehmigung zu besitzen; Fahrer und Firmenchefs werden daher angezeigt. Der Fahrer eines italienischen Pkw legte einen Führerschein vor, der angeblich in Bangladesch ausgestellt ist: Die Überprüfung ergab, dass es sich um eine Totalfälschung handelt; nach der Anzeigenaufnahme fuhr die Ehefrau des Mannes weiter. Bei dem Fahrer eines weiteren Kleintransporters wurde festgestellt, dass dieser wegen einer Fahrerlaubnissperre aktuell gar nicht fahren dürfte.
Kurios: Bei der Kontrolle eines Vans mit österreichischer Zulassung staunten die Beamten beim Blick in das Fahrzeuginnere nicht schlecht, da auf drei Sitzreihen insgesamt 14 Insassen verteilt waren. Ein weiterer Pkw, der offensichtlich auch zu der Reisegruppe des Vans gehörte, war ebenfalls reichlich besetzt, sodass letztlich 22 Personen in beiden Fahrzeugen gezählt werden konnten. Auch wenn die Touristen aus Mexiko erzählten, dass der Autovermieter dies so bewilligt hätte, wurde ihnen die Weiterfahrt untersagt. Die Fahrer richteten deshalb einen Shuttle-Service zum Kemptener Bahnhof ein, um so auf sichere Weise doch noch alle ans Ziel zu bringen.

 

Foto: Pöppel