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Montag. 30. November 2020 / 49

89 Corona-Infektionen im Bundestag – Tempo nimmt zu

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Seit Beginn der Pandemie und bis zum 13. November wurden im Deutschen Bundestag insgesamt 89 Corona-Fälle gezählt. Das geht aus einer Antwort der Bundestagsverwaltung auf eine Anfrage der Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben) hervor. Von den 89 Infizierten sind 15 Abgeordnete.

Mit einem Anteil von 2,1 Prozent an allen 709 MdBs ist die Rate der nachgewiesenen Infektionen daher gut doppelt so hoch wie in der Gesamtbevölkerung, wo kürzlich die Marke von einem Prozent überschritten wurde. 22 weitere im Bundestag Infizierte sind Mitarbeiter von Abgeordneten, 18 sind in den Fraktionen tätig, 25 in der Verwaltung. In lediglich neun Fällen handelt es sich um Mitarbeiter von Fremdfirmen, wie Reinigung, Fahrdienst, Handwerker oder andere Dienstleister. Insgesamt sind circa 10.000 Personen im Bundestag tätig, Dienstleister mit eingerechnet. Zuletzt hat auch die Infektionsgeschwindigkeit deutlich zugenommen. So wurden seit Ausbruch der Pandemie in Deutschland Ende Januar bis Ende September 37 Fälle im Bundestag gezählt. Bis Ende Oktober waren es bereits 55. Seither sind 34 weitere Fälle dazu gekommen. Das liegt womöglich auch an der Zahl der Sitzungswochen pro Monat: Nach der Sommerpause des Parlaments im Juli und August gab es im September drei, im Oktober zwei Sitzungswochen. Seit Anfang Oktober gilt im Bundestag eine Maskenpflicht. Unklar ist, wo sich die Betroffenen infiziert haben – innerhalb oder außerhalb des Parlaments. Das weiß auch Alexander Graf Lambsdorff nicht. Mitte März wurde bekannt, dass sich der FDP-Fraktionsvize infiziert hatte – als einer der Ersten im Deutschen Bundestag. Heute geht es ihm wieder gut. „Glücklicherweise habe ich keinerlei Spätfolgen“, sagte Lambsdorff den Funke-Zeitungen. „Ich kann riechen und schmecken, alle Organe scheinen zu funktionieren und auch mein Kurzzeitgedächtnis ist in Ordnung. Ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist und bin umso dankbarer dafür.“

Deutscher Bundestag, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Deutscher Bundestag, über dts Nachrichtenagentur

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