400 Besucher bei Memminger Bürgerversammlung in der Stadthalle

Über 400 Besucherinnen und Besucher nahmen an der Bürgerversammlung teil. – Foto: Stadt Memmingen

Über 400 Besucherinnen und Besucher – Vielseitiges Rahmenprogramm – Rege Diskussion über zahlreiche Themen

Der Andrang war groß, als um 14:30 Uhr die Türen der Stadthalle Memmingen für die diesjährige Versammlung für Bürgerinnen und Bürger geöffnet wurden. Über 400 Menschen informierten sich an zahlreichen Infoständen über die Arbeit der Stadtverwaltung, des Landestheaters, der Stadtwerke und des Klinikums. Das Tiefbauamt machte an Bohrkernen den unterschiedlich hohen Aufbau von Straße und Gehsteig deutlich. Am Stand des Hochbauamts wurden detaillierte Pläne zu einem möglichen Neubau eines kombinierten Hallen- und Freibads ausgestellt. Am Stand der Stadtwerke wurde ein Trinkwassertest angeboten und Interessierte konnten sich über die Qualität unseres Leitungswassers informieren. Der Freundeskreis Memmingen-Auch und das Europabüro boten Gebäck und Wein aus der französischen Partnerstadt an. Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Memmingen wurden vor allem von jungen Familien mit Kindern genau inspiziert.

Konkrete Fragen und Kritik erörterten Bürgerinnen und Bürger bereits an den Infoständen mit Fachleuten der Verwaltung. Maximilian Mai, Verwaltungsleiter des Klinikums, sprach etwa mit Kritikern über die geplante Schließung des Bewegungsbads, ein Thema, das auch bei der anschließenden Fragerunde im Großen Saal weiter diskutiert wurde.

Moderiert von Bürgermeisterin Margareta Böckh wurden Wünsche und Vorschläge zur Änderung bestehender Straßenverkehrsregelungen vorgebracht. Einige Kinder des Kinderparlaments berichteten von ihren Erfahrungen im Rathaus. Und Infos zum Radverkehr in Memmingen brachte Fahrradreferent Urs Keil vom städtischen Tiefbauamt in einem Kurzvortrag. Bereits heute, so war zu erfahren, liegt der prozentuale Anteil der Fahrradfahrer am Gesamtverkehr in der Stadt bei 25 Prozent. Auch der Arten- und Klimaschutz in Memmingen wurde in einem Fachvortrag vom Leiter der städtischen Forstverwaltung Stefan Honold erörtert. In einem kurzen Film konnte das Publikum den aktuellen Stand der Sanierung der Historischen Stadtmauer nachvollziehen und durch Drohnenaufnahmen des Technischen Hilfswerks die Stadtmauerbaustelle aus der Vogelperspektive sehen. 

Oberbürgermeister Manfred Schilder sprach zahlreiche aktuelle Themen an und informierte die Bürgerinnen und Bürger aus erster Hand. „Wir haben heute großes Interesse der Besucher erfahren. Das bestärkt mich auch, es ist den Bürgerinnen und Bürgern ein großes Anliegen mitzudenken, mitzumachen und Einfluss zu nehmen in der Stadt“, resümierte OB Schilder.