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1.676 Einsätze der Unterallgäuer Feuerwehren im letzten Jahr – 5.515 ehrenamtliche aktive Einsatzkräfte

Foto: Kreisfeuerwehrverband Unterallgäu

Foto: Kreisfeuerwehrverband Unterallgäu

Bei der Frühjahrsdienstversammlung am Dienstagabend, 14.03.2017, der Unterallgäuer Feuerwehrkommandanten berichtete Kreisbrandrat Alexander Möbus von einem lebhaften Einsatzjahr und vielen weiteren Aktivitäten der Feuerwehren.

Bewältig wurden im Jahr 2016 insgesamt 1.676 Einsätze, davon 171 Brände, 730 technische Hilfeleistungen, 250 Sicherheitswachen, 237 Fehlalarmierungen (vorwiegend durch Brandmeldeanlagen) und 284 weiterer Tätigkeiten. Bei den Einsätzen wurden 282 Personen von der Feuerwehr gerettet, für 20 Personen kam leider jede Hilfe zu spät.

Von ehrenamtlichen Kräften der Kreisbrandinspektion Unterallgäu wurden im Jahr 2016 auf Kreisebene 47 Lehrgänge für die Bereiche Atemschutz, Feuerwehr-Grundausbildung sowie Informationstechnik und Funk durchgeführt, 1.841 Feuerwehrdienstleistende aus dem Landkreis nahmen an diesen Lehrgängen teil. Durchgeführt werden diese Lehrgänge von den drei zuständigen Fach-Kreisbrandmeistern mit ihren insgesamt 54 Ausbildern. Darüber hinaus absolvierten 640 Aktive verschiedene Leistungsprüfungen, die von den 19 Schiedsrichtern im Landkreis abgenommen wurden. Letztlich nahmen noch rund 100 Feuerwehrleute an Lehrgängen an den Stattlichen Feuerwehrschulen teil.

In den 130 Freiwilligen Feuerwehren und 1 Werksfeuerwehr im Landkreis Unterallgäu sind aktuell 5.515 Feuerwehrdienstleiste aktiv, davon 215 Frauen. Bei den 37 Jugendfeuerwehren im Landkreis sind derzeit 483 Aktive, davon 110 Mädchen, zu verzeichnen.

In der Mitgliederversammlung berichtete Vorsitzender Kreisbrandrat Möbus über die vielfältigen Bemühungen des Kreisfeuerwehrverbandes, vor allem auch des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, die stetigen Anforderungen bei den Feuerwehren zu begleiten und auch das Ansehen bzw. die Tätigkeitsfelder der Freiwilligen Feuerwehren in der Öffentlichkeit zu publizieren.

Zu den vielen Tätigkeitsfeldern des Verbandes gehörten auch die Bemühungen, aktiven Feuerwehrleuten nach 40-jähriger Dienstzeit einen Freiplatz für einen eine Woche dauernden Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim zu ermöglichen, was zwischenzeitlich zum Erfolg führte und vom Freistaat Bayern ermöglicht wird. Der Verband hat sich auch dafür eingesetzt, dass die Lebenspartner der Geehrten in dieser Woche begleiten können als Dank für die vielen Entbehrungen, die die Lebenspartner der Feuerwehrleute leisten müssen. Mittlerweile haben sich einige Gemeinden als Träger der Feuerwehren bereit erklärt, die Kosten für den zusätzlichen Platz im Feuerwehrerholungsheim zu übernehmen, leider jedoch nicht alle.

Richard Pyrek - Berufsfeuerwehr Wien (A), Inspektionsrauchfangkehrermeister

Richard Pyrek – Berufsfeuerwehr Wien (A), Inspektionsrauchfangkehrermeister

Im November 2016 für der Kreisfeuerwehrverband Unterallgäu in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Bad Wörishofen eine Informationsveranstaltung für die Feuerwehren im Unterallgäu zum Thema „CO-Gefahren an der Einsatzstelle“ (hier [1]) durch (Dozent: Richard Pyrek, Inspektionsrauchfangkehrer der Berufsfeuerwehr Wien). Dieser Vortrag kam bei den Feuerwehren sehr gut an, am 18.11.2017 soll wieder eine Veranstaltung dieser Art durchgeführt werden.

Zum Jahreswechsel 2017/2018 ist die Fertigstellung des Feuerwehr-Schulungszentrums Unterallgäu in Mindelheim geplant. Im Jahr 2018 ist in diesem Zusammenhang, auch anlässlich des 25-jährigen Gründungsjubiläums des Kreisfeuerwehrverbandes Unterallgäu ein Kreisfeuerwehrtag sowie ein Kreisjugendfeuerwehrtag in Mindelheim geplant.

 

Hohe Auszeichnung für Fachberater Peter Schiegg

Foto: Kreisfeuerwehrverband Unterallgäu

Foto: Kreisfeuerwehrverband Unterallgäu

Bei der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Unterallgäu wurde durch den Vorsitzenden und Kreisbrandrat Alexander Möbus eine besondere Ehrung vorgenommen: Peter Schiegg, Mindelheim, wurde das Bayerische Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, die zweithöchste Auszeichnung des Verbandes, verliehen.

Peter Schiegg ist seit 1979 aktives Mitglied der Feuerwehr Mindelheim und dort seit vielen Jahren als Brandschutzerzieher in Schulen tätig. Im Jahr 2000 wurde er zum Fachberater Funk und Stellvertreter des Fach-Kreisbrandmeisters Informationstechnik und Funk der Kreisbrandinspektion Unterallgäu berufen. In dieser Funktion unterstützt er seit Jahren den Fach-KBM Hans-Peter Schneider mit außerordentlichem Engagement.

Insbesondere zur Zeit der Nachalarmierenden Stellen sorgte er für einen reibungslosen organisatorischen Ablauf. Den Fach-KBM, welcher den Landesfeuerwehrverband Bayern in der Projektgruppe DigiNet Bayern im Teilprojekt Schulung vertrat, unterstützte er in Vertretung insbesondere bei der Erarbeitung von Schulungsunterlagen für den Digitalfunk. Weiter führt er im Auftrag seit Jahren den Lehrgang „Sprechfunk-Grundlagen“ durch. Zudem engagiert er sich derzeit außerordentlich bei der Einführung des Digitalfunks und unterstützt die Aufgaben bei der Taktisch-Technischen Betriebsstelle Unterallgäu.


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