1.500 Herzkissen für Brustkrebspatientinnen

500 Stunden hat die Steinheimerin Barbara Wiest ehrenamtlich genäht – 200 Exemplare gehen an das Klinikum Memmingen

Aus 400 Metern Stoff und 7.000 Metern Nähseide hat sie in rund 500 ehrenamtlichen Arbeitsstunden 1.500 Herzkissen genäht: die Steinheimerin Barbara Wiest. 200 der kunterbunten Exemplare werden kostenlos an Brustkrebspatientinnen am Klinikum Memmingen verteilt.

Viele Stunden Arbeit stecken in dem meterhohen Berg aus Herzkissen, die Barbara Wiest (links) ehrenamtlich genäht hat. Die kunterbunten Exemplare wird Fachkrankenschwester Petra Schäfer vom Klinikum Memmingen (rechts) an Brustkrebspatientinnen verteilen. - Foto: Eva Häfele/Pressestelle Klinikum Memmingen

Viele Stunden Arbeit stecken in dem meterhohen Berg aus Herzkissen, die Barbara Wiest (links) ehrenamtlich genäht hat. Die kunterbunten Exemplare wird Fachkrankenschwester Petra Schäfer vom Klinikum Memmingen (rechts) an Brustkrebspatientinnen verteilen. – Foto: Eva Häfele/Pressestelle Klinikum Memmingen

Vor rund fünf Wochen hatte sie mit ihrem Mammutprojekt begonnen: Seitdem saß die 69-jährige Barbara Wiest aus dem Memminger Ortsteil Steinheim fast ununterbrochen an ihrer Nähmaschine. Jetzt türmen sich 1.500 kunterbunte Herzkissen meterhoch im ehemaligen Kinderzimmer ihres erwachsenen Sohnes, wo sich die Seniorin ein Nähzimmer eingerichtet hat. Jedes einzelne handgefertigte Exemplar soll schon bald  Brustkrebspatientinnen im Allgäu eine Freude machen.

„Wenn ich anderen etwas Gutes tun kann, dann geht es mir auch selbst gut“, lautet die schlichte Begründung der bescheidenen Frau, die nicht nur ihre Freizeit, sondern auch 7.000 Meter Nähseide und 400 Meter Stoffbahnen gespendet hat. 200 der Kissen in Herzform werden an Brustkrebspatientinnen der Gynäkologie am Klinikum Memmingen verteilt, die restlichen gehen an andere Kliniken im Allgäu.

„Durch die spezielle Form sehen die Herzkissen nicht nur schön aus“, freut sich Fachkrankenschwester Petra Schäfer vom Klinikum Memmingen, „sondern sie wirken für Brustkrebspatientinnen auch entlastend, wenn sie die Kissen nach der Operation in die Achselhöhle schieben können“, erklärt die Case Managerin, die am zertifizierten Brustzentrum des Klinikums Memmingen Krebspatientinnen berät und begleitet. „Später können die Herzkissen auch gut als Nackenkissen verwendet werden“, schildert die Krankenschwester und verstaut die Kissen in großen Säcken in ihrem Auto. Mit einem Kofferraum voller Herzen fährt sie damit zurück in die Klinik.

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