Zypries: Trump schadet mit Strafzöllen US-Unternehmen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die geschäftsführende Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) ist der Ansicht, dass Strafzölle langfristig den USA selbst am meisten schaden. Das hätten die Versuche früherer US-Präsidenten gezeigt, sagte Zypries dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe). „Schutzzölle, wie Trump sie in zwei Wochen einführen möchte, haben schon unter Präsident Bush nur kurzfristig die Kapazität amerikanischer Stahlwerke gesteigert.“

Langfristig hätten sie aber zu deutlich verteuerten Preisen und am Ende zu mehr als 70.000 Jobverlusten in den USA geführt. Der US-Präsident riskiere also nicht nur einen Handelskonflikt, sondern „schwächt auch die Wettbewerbsfähigkeit seiner Stahl verarbeitenden Branche“, sagte sie. Trump hat die Einführung von Zöllen auf Stahl (25 Prozent) und Aluminium (zehn Prozent) angekündigt. Einzelne Länder sollen aber Ausnahmen erhalten, unter anderem Mexiko und Kanada.

Brigitte Zypries, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Brigitte Zypries, über dts Nachrichtenagentur