Zwei Schwerverletzte bei Flugunfällen mit Gleitschirm bzw. Fallschirm

Lkrs. Oberallgäu/Bad Hindelang – Lkrs. Neu-Ulm/Illertissen + 30.06.2013 + 13-1174

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Zwei Flugunfälle beschäftigen die Polizei seit Sonntagmittag, 30.06.2013. Am frühen Nachmittag verletzte sich zunächst ein 26-jähriger Fallschirmspringer im Bereich Illertissen, Lkrs. Neu-Ulm, bei einer Bruchlandung mittelschwer. Wenig später kam es zu einem Flugunfall mit einem Gleitschirmflieger im Bereich Oberjoch, Lkrs. Oberallgäu. Der 74-jährige Gleitschirmspringer erlitt nach ersten Erkenntnissen schwerwiegende Verletzungen.

Der 74-jährige Oberallgäuer war im Bereich Kühgund gestartet und stürzte unmittelbar nach dem Start ab. Vermutlich hatte sich der Schirm nicht völlig geöffnet, sodass dieser noch nicht flugfähig war. Der 74-Jährige prallte nach ersten Erkenntnissen gegen eine Felswand. Mit dem Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung wurde der Oberallgäuer ins Krankenhaus Immenstadt geflogen. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an. Die Sachbearbeitung übernahm ein Beamter der Alpinen Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West. Vor Ort wurde er von den Kollegen der Polizeiinspektion Sonthofen unterstützt.
Ein 26-jähriger Fallschirmspringer aus Baden-Württemberg absolvierte am Sonntag seinen ersten Schulsprung mit einem Sportfallschirm. Er war mit dem Flugzeug auf eine Höhe von etwa 4.000 Meter Höhe gebracht worden und stieg dann mit dem Ziel aus, in der Nähe des Flugplatzes Illertissen zu landen. Der unerfahrene 26-Jährige beging ersten Ermittlungen zufolge im Verlauf des Fluges mehrere Flugfehler, sodass er schließlich fünf Kilometer vom Flugplatz entfernt auf einer Brücke einer Staatsstraße landete. Dabei zog er sich mittelschwere Verletzungen zu. Der 26-Jährige wurde zur weiteren Versorgung mit einem Rettungshubschrauber ins Bundeswehrkrankenhaus Ulm gebracht.


Foto: wis


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