Zu Guttenberg kritisiert Einladungspraxis zur Münchner Sicherheitskonferenz

Karl-Theodor zu Guttenberg, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Karl-Theodor zu Guttenberg, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat scharfe Kritik an der Einladungspraxis der Münchener Sicherheitskonferenz geäußert, die am Freitag beginnt. „Auf der Gästeliste vermisse ich die führenden Köpfe der digitalen Großkonzerne“, schreibt Guttenberg in einem Gastbeitrag für „Bild“ (Mittwoch). Guttenberg befand angesichts der neu bekannt gewordenen und über Dienste wie Google, Facebook und Twitter verbreiteten Gräueltaten der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS): „Geheimdienste und (zwischen-)staatliche Einrichtungen können die Bedrohungen nicht mehr alleine schultern.“

Eine Sicherheitsdebatte ohne die Vertreter von „Big Data“ sei deshalb heute nicht mehr denkbar, schreibt Guttenberg in „Bild“. „Viele der Krisen sind durch eine innere Logik miteinander verknüpft und können durch den Einsatz moderner Technologien verschärft, aber auch entspannt werden“, zeigte sich zu Guttenberg überzeugt.

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