Ziemetshausen – Fünf schwerst Verletzte nach Brand in Wohnhaus – Kripo sucht nach der Brandursache

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Foto: Weiss

Ein Brand eines ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens forderte am Freitag Morgen, 22.08.2014, fünf Verletzte, zwischenzeitlich gelten drei Personen als lebensgefährlich verletzt.

Gegen 7.00 Uhr wurde eine Familie mit drei Kindern im Obergeschoss ihres Anwesens von dem Brand überrascht. Nachdem sie eine starke Rauchentwicklung bemerkt hatten, flüchteten die Eltern mit ihren Kindern über den Eingang aus dem Gebäude. Beim Eintreffen der ersten Polizeistreife schlugen bereits Flammen aus dem Inneren nach außen.

Derzeit sind die Brandermittler der Kripo Memmingen mit der Suche nach der Ursache beschäftigt. Auch ein Sachverständiger des Bayer. Landeskriminalamt (BLKA) war an der Brandstelle.

Da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, kann derzeit keine Aussage zur Brandursache gemacht werden. Gesichert ist aber, dass der Brand im Innern des Gebäudes ausgebrach. Hinweise, die auf eine Brandstiftung hindeuten können, fanden sich bislang nicht. Mit einer belastbaren Aussage zur Ursache des Brandes im Haus der fünfköpfigen Familie, ist nicht vor kommender Woche zu rechnen.

Zwischenzeitlich stellte sich heraus, dass die beiden Mädchen im Alter von drei und sechs Jahren von hinzukommenden und selbstlos handelnden Ersthelfern gerettet wurden. Die beiden Anwohner bemerkten den Brand um kurz vor sieben Uhr heute Morgen und riefen den Notruf. Außerdem brachen sie die Haustüre des innen bereits brennenden und verqualmten Gebäudes auf, um deren Bewohner zu retten. Während demnach die lebensgefährlich verletzten Schwestern von den beiden Männern gerettet und den Rettungskräften übergeben werden konnten, gelang es nach derzeitigem Kenntnisstand den Eltern und dem zweijährigen Sohn von alleine das Gebäude über eine andere Türe zu verlassen. Der Gesundheitszustand aller fünf Personen ist noch unverändert und teils kritisch.

Momentan wird der am früheren landwirtschaftlichen Anwesen entstandene Brandschaden auf über 100.000 Euro geschätzt. Das Wohnhaus ist zwar nicht einsturzgefährdet, derzeit aber auch nicht bewohnbar. Dass der direkt angebaute ehemalige Stall kein Feuer fing und auch nicht auf Nachbargebäude übergriff, ist dem schnellen Eingreifen der Feuerwehren zu verdanken, die das Feuer unter Anwendung von schwerem Atemschutz in weniger als einer Stunde abgelöscht hatten.
Zur Betreuung der beiden Ersthelfer und weiterer Rettungskräfte war auch ein Kriseninterventionsteam (KIT) vor Ort.

 

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