Zentralrat der Jesiden beklagt Provokationen in sozialen Netzwerken

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Berlin – Der Vorsitzende des Zentralrats der Jesiden in Deutschland, Telim Tolan, beklagt Beschimpfungen der Glaubensgemeinschaft in sozialen Netzwerken. „Die Jesiden hier wissen, zu was die Islamisten im Irak fähig sind“, sagte Tolan der „Welt“. Auch in Deutschland sei die Situation nicht einfach.

„Es gibt vereinzelte Provokationen, auch auf unserer Facebook-Seite werden Jesiden als Ungläubige beschimpft“, sagte Tolan. Von einer Bedrohungslage der Jesiden in Deutschland könne aber keine Rede sein. „Das sind Äußerungen von religiösen Fanatikern, denen wir keinen Raum geben dürfen.“ Der weitaus überwiegende Teil der Muslime sei friedlich und verurteile den Völkermord im Irak. Der Zentralrat der Jesiden habe jede Menge Unterstützungsangebote bekommen, von der Alevitischen Gemeinde, der Türkisch-Islamischen Union, der Türkischen Gemeinde. Tolan sagte weiter: „Wir leben in Deutschland in einer multireligiösen Gesellschaft und müssen es schaffen, den wenigen Extremisten, die es unter den Muslimen leider Gottes gibt, die Stirn zu bieten.“

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