Zell/Rot a.d. Rot – Brand in holzverarbeitenden Betrieb

Lkrs. Biberach/Zell + 08.08.2013 + 13-1416

UPDATE

Der Brand in einem Holzverarbeitungsbetrieb bei Rot a. d. Rot in der Nacht zum Freitag, 09.08.2013, dürfte eine technische Ursache gehabt haben. Brandermittler der Polizei untersuchten am Vormittag den Brandort und kamen zu diesem Ergebnis. Was genau zum Ausbruch des Feuers geführt hat, ist Gegenstand weiterer Untersuchungen. Die Begutachtung durch einen Brandsachverständigen ist ebenfalls vorgesehen.

Betroffen war ein überdachter Lagerplatz für Holzspäne und Sägemehl, die dort für den Betrieb des firmeninternen Restholzheizkraftwerks gelagert werden.

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Am Donnerstag Abend, 08.08.2013, gegen 2130 Uhr, bemerkten Anwohner eines in Zell ansässigen Holzverarbeitungsbetrieb wie starker Rauch und Flammen aus dem Bereich des Heizkraftwerkes schlagen. Umgehend alarmierten sie die Leitstelle Biberach über den Notruf 112.

Umgehend wurden die Feuerwehren Rot a.d. Rot, Spindelwag, Ellwangen, Haslach, Erolzheim, Ochsenhausen und die DRK Schnelleinsatzgruppen aus Ochsenhausen, Erolzheim und Rot a.d. Rot alarmiert.

Beim Eintreffen der Gemeindefeuerwehren standen Teile des Heizkraftwerkes bereits in Flammen. Sofort wurde die Wasserversorgung sichergestellt aus den angrenzenden Oberflächengewässern. Unter schwerem Atemschutz begangen die Einsatzkräfte den Brand von vier Seiten zu bekämpfen. Vordringlich war die Bildung von Brandabschnitten. Zwei Fabrikationshallen wurden durch einen Sperrriegel vor dem Übergreifen des Brandes geschützt. Der Brand konnte durch das schnelle und professionelle Eingreifen der Wehren auf das Kraftwerk begrenzt werden.

Nach dem Ablöschen des Brandes musste das komplette Hackschnitzellager ausgeräumt werden und weitere Glutnester abgelöscht werden.

Kräfte der Polizeiposten Ochsenhausen und Biberach haben vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache und Schadenshöhe übernommen, bisher wird von 300.000 Euro Sachschaden ausgegangen. Ein Arbeiter musste vom Rettungsdienst mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung behandelt werden.

Das gute Zusammenspiel der Einsatzkräfte durfte wohl größeren Schaden verhindert haben. So wurde dieser Industriebetrieb im Oktober 2012 von den Feuerwehren beübt und ein ähnliche Szenario angenommen. So wussten die Wehren bereits auf der Anfahrt wie sie sich zu positionieren haben und welche Aufgaben ihnen zu Teil werden. Kreisbrandmeister Florian Peters lobte ausdrücklich die Arbeit der Einsatzkräfte vor Ort.



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