Zeitung: EU-Militärmission in Zentralafrika wird verlängert

Brüssel – Die EU-Militärmission in der Zentralafrikanischen Republik (Eufor RCA) wird offenbar um drei Monate bis zum 15. März 2015 verlängert. Darauf einigten sich die Botschafter der 28 EU-Staaten im Politischen und Sicherheitspolitischen Komitee (PSK) in Brüssel, berichtet die „Welt“ unter Berufung auf Diplomatenkreise. Ursprünglich war der Einsatz nur bis zum 15. Dezember 2014 geplant.

Wie die „Welt“ weiter berichtet, wollen die EU-Außenminister bei ihrem Treffen in Luxemburg am 20. Oktober 2014 die Verlängerung formal beschließen. Am 30. Oktober soll es eine Truppensteller-Konferenz geben. Grund für die Verlängerung der EU-Militärmission in Zentralafrika sind der Zeitung zufolge Verzögerungen beim Aufbau der von den Vereinten Nationen (UN) geführten Stabilisierungsmission MINUSCA, die Eufor RCA ablösen soll. Ursprünglich sollte die UN-geführte Mission die Europäer schon Mitte Dezember ersetzen. „Die Europäer wollen auf Nummer sicher gehen und die Stabilisierungserfolge nicht durch einen verfrühten Abzug gefährden“, hieß es laut „Welt“ in Diplomatenkreisen. Demnach nehmen an der EU-Militärmission derzeit noch knapp 800 Soldaten teil, davon etwa 300 Franzosen, 100 Spanier, aber nur vier Deutsche. Eufor RCA startete am 1. April dieses Jahres. Die Mission soll helfen, die Sicherheitslage im Land zu stabilisieren. Seit März 2013 herrscht in der Zentralafrikanischen Republik Bürgerkrieg. Aufgabe der Europäer ist es, die Hauptstadt Bangui und dort vor allem den strategisch wichtigen Flughafen M`Poko International Airport zu sichern.

Über dts Nachrichtenagentur

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