Zeitung: Deutsche Bank könnte ein Drittel ihrer Filialen schließen

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Berlin – Das Filialnetz der Deutschen Bank könnte unabhängig vom Ausgang der Strategiedebatte des Konzerns ausgedünnt werden: Das sieht nach Informationen der „Welt“ ein internes Konzept vor, das unabhängig von den drei derzeit diskutierten Strategieoptionen für die Gesamtbank zu sehen ist. Demnach würden von den derzeit gut 700 „blauen“ Privatkunden-Filialen in Deutschland in den kommenden Jahren etwa 250 wegfallen. Ein entsprechender Vorschlag liege dem Vorstand vor, der darüber aber noch nicht entschieden habe, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen.

Die Pläne sehen einerseits höhere Investitionen in die digitalen Aktivitäten der Sparte vor, andererseits die Verkleinerung des Filialnetzes. Die Überlegungen seien deshalb weitgehend unabhängig davon zu sehen, welchen Stellenwert das Privatkundengeschäft künftig für den Gesamtkonzern noch haben wird, heißt es. Die Filialpläne dürften jedoch gleichzeitig mit der Gesamtstrategie vorgestellt werden. Eines der drei Konzepte des Vorstands sieht eine Trennung von der Tochter Postbank vor, ein anderes sogar eine komplette Trennung des Privatkundengeschäfts vom Rest der Bank. Mit der Schließung eines Drittels der Filialen würde die Deutsche Bank den Trend der vergangenen Jahre fortsetzen und beschleunigen. Um die Jahrtausendwende betrieb die Bank noch rund 1.200 Zweigstellen.

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