Zeitung: Athen plant neue Bond-Emission

Akropolis in Athen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Akropolis in Athen, über dts Nachrichtenagentur

Athen – Griechenland will noch in diesem Jahr erneut den Kapitalmarkt anzapfen: Nachdem Athen bereits im April mit einer dreijährigen Anleihe und im Juli mit einem Fünfjahrespapier an den Markt gegangen war, plant das Land, vor dem Jahresende einen Bond mit siebenjähriger Laufzeit sowie 18-Monats-Papiere zu begeben. Das kündigte der griechische Finanzminister Gikas Hardouvelis in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ (Donnerstagsausgabe) an. Damit wolle Griechenland den Anlegern ein breiteres Spektrum von Fälligkeiten anbieten, sagte Hardouvelis.

Ein drittes Hilfspaket, über das seit Monaten immer wieder spekuliert wird, brauche Griechenland nicht: „Wir können uns inzwischen an den Märkten zu vertretbaren Konditionen refinanzieren, übrigens zu niedrigeren Zinsen als der Internationale Währungsfonds sie uns berechnet.“ Hardouvelis erwartet, dass Griechenlands Wirtschaft im 3. Quartal 2014 erstmals seit Beginn der Rezession 2008 im Vergleich zum Vorjahr wieder wachsen wird. Hoffnungen setzt der Finanzprofessor auf das geplante Kaufprogramm für Kreditverbriefungen der Europäischen Zentralbank. Damit könne die EZB Liquidität dort bereitstellen, wo sie gebraucht wird. „Eine Geldpolitik für alle, das funktioniert nicht“, sagte Hardouvelis. Der griechische Minister sprach sich dafür aus, am Stabilitäts- und Wachstumspakt festzuhalten. Auf die Frage, ob Frankreich mehr Zeit für die Erreichung des Defizitziels bekommen sollte, sagte er: „Es wäre falsch, wenn Frankreich die Dreiprozentregel ignoriert. Wir sollten nicht die Fehler der Jahre 2003 und 2004 wiederholen, als Deutschland und Frankreich die Defizitregeln missachteten – und danach viele das Gleiche taten.“

Über dts Nachrichtenagentur

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