Zahl der Schulanfänger 2016 um zwei Prozent gestiegen

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Zu Beginn des laufenden Schuljahres 2016/2017 sind in Deutschland 719.000 Kinder eingeschult worden: Das waren 2,0 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am Mittwoch mit. Die Zahl der Einschulungen im Vergleich zum Vorjahr ist demnach in nahezu allen Bundesländern gestiegen. Die größten Anstiege gab es im Saarland (+ 8,0 Prozent) und in Brandenburg (+ 5,4 Prozent).

Ausgehend von den Bevölkerungszahlen Ende 2015 gab es bundesweit insgesamt 4,2 Prozent mehr Kinder im einschulungsrelevanten Alter als im Vorjahr. Eine Ursache für den Gesamtanstieg der Einschulungszahlen dürfte die verstärkte Zuwanderung im Jahr 2015 gewesen sein, so die Statistiker weiter. Entsprechend stieg bei den Nicht-Deutschen die Zahl der Kinder im einschulungsrelevanten Alter um 42,7 Prozent, bei den Deutschen nahm sie um 1,5 Prozent zu. Bundesweit begannen im Vergleich zum Vorjahr 12,5 Prozent mehr Schulanfängerinnen und -anfänger ihre Schullaufbahn in Integrierten Gesamtschulen. Der Trend zum längeren gemeinsamen Lernen hat dazu geführt, dass seit 2012 der Primarbereich (Klassenstufen 1 bis 4) an Integrierten Gesamtschulen in mehreren Ländern eingerichtet beziehungsweise ausgebaut wurde. Im Vergleich zu 2011 ist der Anteil der Kinder, die in Integrierten Gesamtschulen eingeschult wurden, von 0,5 Prozent auf 2,5 Prozent gestiegen.

Stühle im Flur einer Schule, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Stühle im Flur einer Schule, über dts Nachrichtenagentur