Wim Wenders kritisiert männlichen Umgang mit Trauer

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Foto: Wim Wenders, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der Regisseur Wim Wenders hat den männlichen Umgang mit Trauer kritisiert. „Frauen sind oftmals viel bereiter, sich zu öffnen“, sagte er im Interview mit dem Magazin „Cicero“. „Männer gehören heutzutage öfter geohrfeigt als jemals zuvor. Die Lernfähigkeit der Männer braucht doch oftmals drastische Nachhilfe.“

Wenders‘ aktueller Film „Everything will be fine“ handelt vom Schriftsteller Tomas (James Franco), der unverschuldet einen Jungen überfährt und dadurch seine Schreibblockade überwindet. „Er macht das, was unsere Kultur anbietet und was vor allem Männer immer zuerst versuchen: Er sublimiert.“ Erst durch Sara (Charlotte Gainsbourg), die Mutter des verstorbenen Kindes, lernt er zu trauern.

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