Willi Lemke glaubt an Reformfähigkeit Katars

Berlin – Der Sonderberater für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden der Vereinten Nationen (UN), Willi Lemke, glaubt an die Reformfähigkeit Katars. „Wenn wir genügend öffentliche Aufmerksamkeit erzielen, die sachlich begründet ist, dann wird sich in Katar etwas verändern“, sagte Lemke der „Welt“. Die internationale, mitunter harsche Kritik an Katar und dessen Machthunger teilt Lemke „nur zum Teil“.

„Es ist nicht alles Schwarz und Weiß, es gibt sehr, sehr viele Grautöne. Wenn die Sportveranstaltungen und infolgedessen die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit dazu führen, dass das Kafala-System sich so verändert, dass die vielen Hunderttausenden Gastarbeiter in Katar ein besseres Leben führen können und bessere Arbeitsbedingungen vorfinden, sehe ich das positiv.“ Am Dienstag hatte der Leichtathletik-Weltverband IAAF Doha trotz der Kritik an Menschen- und Arbeitsrechten die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2019 zugesprochen. Am Freitag könnte Katar den nächsten Zuschlag für ein Sportereignis erhalten. Dann vergibt der Fecht-Weltverband die Titelkämpfe für 2017. Gegenkandidat ist Leipzig. Bisher stehen folgende Wettbewerbe in Katar fest: die Schwimm-WM (Kurzbahn) im Dezember, die Handball-WM im Januar 2015, die Straßenrad-WM 2016, die Turn-WM 2018 und 2022 die Fußball-WM.

Über dts Nachrichtenagentur

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