Widerstand gegen Fremdbetreuung von Kleinkindern

Kleinkind auf Spielplatz, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Kleinkind auf Spielplatz, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Gegen die immer frühere Unterbringung von Kleinkindern in Krippen, der vom Staat mit dem Kita-Ausbau forciert wird, formiert sich Widerstand. Die Autorin Birgit Kelle kritisierte im Nachrichtenmagazin „Focus“, dass „Eltern keinerlei Anerkennung für ihre Erziehungsleistung bekommen“. Weiter sagte sie: „Viele meinen heute doch tatsächlich, dass nur noch naive oder blöde Frauen sich für das traditionelle Lebensmodell entscheiden würden.“

Die Kinderärztin Maria Steuer, Gründerin des Familiennetzwerks, warnte vor den Folgen der massenhaften Fremdbetreuung: „Früh wegorganisierte Kinder können in Großgruppen traumatische Erfahrungen machen“, sagte sie „Focus“. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) indes rät den Müttern zum schnellen Wiedereinstieg in den Job. „Es ist leider so, dass Frauen, die längere Zeit aus dem Beruf aussteigen, nur sehr schwer wieder reinkommen. Außerdem beziehen sie nur eine geringe Rente, und ihre Unterhaltsansprüche reichen im Falle einer Scheidung oft nicht aus.“

Über dts Nachrichtenagentur

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