WHO erklärt Ebola-Epidemie zum "internationalen Gesundheitsnotfall"

Genf – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Ebola-Epidemie in Westafrika als „internationalen Gesundheitsnotfall“ eingestuft. Das teilte die WHO am Freitag in Genf mit. Damit kann die Organisation nun weltweit Vorschriften zur Eindämmung der Seuche erlassen: Dazu zählen Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr, Quarantäne-Maßnahmen und die Schließung von Landesgrenzen, teilte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan mit.

Alle Maßnahmen seien darauf gerichtet, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Der Virus hat sich seit Anfang dieses Jahres von Guinea ausgebreitet. Nach Angaben der Organisation starben bislang mehr als 900 Menschen, rund 1.700 Personen seien gegenwärtig infiziert. Betroffen sind neben Guinea auch Liberia, Sierra Leone und Nigeria. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung der Ebolaviren erfolgt durch direkten Körperkontakt und bei Kontakt mit Körperausscheidungen infizierter Personen per Kontakt- beziehungsweise Schmierinfektion. Weiterhin ist eine Übertragung per Tröpfcheninfektion (aerogene Transmission), durch Geschlechtsverkehr und nach der Geburt (neonatale Transmission) möglich. Die Inkubationszeit variiert zwischen 2 und 21 Tagen.

Über dts Nachrichtenagentur

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